Fast drei Viertel der Großunternehmen in Tschechien nutzen KI
Besonders verbreitet sind KI-Werkzeuge, die Texte, Programmcodes oder Stimmen erzeugen

Der Anteil der Unternehmen, die künstliche Intelligenz einsetzen, hat sich innerhalb eines Jahres auf 35 Prozent verdoppelt. Auch kostenpflichtige Cloud-Dienste und schnelle Internetanschlüsse sind inzwischen weiter verbreitet.
Im Jahr 2026 nutzten 35 Prozent der erfassten Betriebe in Tschechien KI-Technologien. Das geht aus einer europaweiten Erhebung zur Digitalisierung von Unternehmen hervor. Bei den Großunternehmen waren es fast drei Viertel, bei den mittleren Unternehmen rund die Hälfte und bei den kleinen Betrieben knapp ein Drittel.
Der Anteil der KI-Nutzer sei bei Großunternehmen weiterhin am höchsten, erklärte Kamila Burešová vom Tschechischen Statistikamt (ČSÚ). Auch zwischen den Branchen gibt es deutliche Unterschiede.
KI erstellt Texte, schreibt Codes und erzeugt Stimmen
Am häufigsten nutzten Unternehmen KI, um Texte oder Programmcodes zu erstellen oder natürlich klingende Stimmen zu erzeugen. 31 Prozent der befragten Firmen setzten solche Werkzeuge ein. Rund jedes fünfte Unternehmen erzeugte mit KI Bilder, Videos oder Musik. Ähnlich viele Betriebe nutzten KI, um Dokumente zu analysieren, nach Informationen zu suchen oder Chatbots zu betreiben.
Acht Prozent der Unternehmen setzten maschinelles Lernen oder Deep Learning zur Datenanalyse ein. Fünf Prozent nutzten KI, um Gegenstände, Personen oder Dokumente auf Bildern zu erkennen.
Sechs von zehn Unternehmen zahlen für Cloud-Dienste
2026 nutzten 60 Prozent der Unternehmen in Tschechien kostenpflichtige Cloud-Dienste. Der Anteil hat sich innerhalb von zehn Jahren mehr als verdreifacht.
Am weitesten verbreitet waren kostenpflichtige E-Mail-Dienste unter eigener Domain. 54 Prozent der Firmen nutzten sie. 42 Prozent bezahlten für cloudbasierte Büroanwendungen oder Online-Datenspeicher. Kostenpflichtige Cloud-Werkzeuge mit generativer KI kamen bei 17 Prozent der Unternehmen zum Einsatz.
Schnelle Internetanschlüsse und IT-Sicherheit
56 Prozent der Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten hatten einen Festnetzanschluss mit einer Downloadgeschwindigkeit von mindestens 100 Megabit pro Sekunde. Gegenüber 2024 stieg der Anteil um zehn Prozentpunkte. Einen Anschluss mit mindestens einem Gigabit pro Sekunde hatten zehn Prozent der Unternehmen. Unter den Großunternehmen waren es 26 Prozent.
87 Prozent der Unternehmen nutzten starke Passwörter, 71 Prozent sicherten ihre Daten auf externen Speichern. Etwa die Hälfte nutzte eine Mehr-Faktor-Authentifizierung, bei der für die Anmeldung mindestens zwei verschiedene Nachweise erforderlich sind. Ein Drittel setzte biometrische Verfahren wie Fingerabdruck- oder Gesichtserkennung ein.
60 Prozent der Unternehmen nutzten ein virtuelles privates Netzwerk (VPN), um von außerhalb sicher auf ihr Firmennetz zuzugreifen. Bei den Großunternehmen waren es 96 Prozent, bei den kleinen Betrieben mit zehn bis 49 Beschäftigten 53 Prozent.










