Ermittlungen nach Wettmanipulations-Skandal in Tschechien: 32 Beschuldigte im Fokus
- Tschechien News

- 26. März
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Nach bisherigen Erkenntnissen erstrecken sich die mutmaßlichen Manipulationen über verschiedene Wettbewerbe – von der höchsten Liga bis hin zu Jugendspielen

Neue Details zu einem der größten Wettskandale im tschechischen Fußball kommen ans Licht: In der Fußball-Korruptionsaffäre hat die Staatsanwaltschaft für fünf Beschuldigte Untersuchungshaft beantragt.
Aktualisiert 26.03.2026 | 10.30: Nach dem beispiellosen Polizeieinsatz im tschechischen Fußball am Dienstagmorgen haben die Ermittlungsbehörden weitere Details zu den laufenden Verfahren bekannt gegeben. Die Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit mutmaßlichen Spielmanipulationen rund um Sportwetten, die den Fußballbetrieb im Land erschüttern.
Wie aus einer Pressemitteilung der Oberstaatsanwaltschaft in Olomouc hervorgeht, werden die strafrechtlichen Ermittlungen in drei getrennt geführten Verfahren geführt. Zwei davon liegen bei der Nationalen Zentrale gegen organisierte Kriminalität, ein weiteres beim Polizeipräsidium der Region Zlín. Die Aufsicht über die Einhaltung der Gesetzmäßigkeit im Vorverfahren übernimmt in allen Fällen die Oberstaatsanwaltschaft in Olmütz.
Gestern, Mittwoch, leiteten die Ermittler Strafverfahren gegen insgesamt 32 Beschuldigte ein. Ihnen werden unter anderem Beteiligung an einer organisierten kriminellen Gruppe, Betrug, Bestechung, Annahme von Bestechungsgeldern sowie Geldwäsche vorgeworfen. Nach Einschätzung der Behörden sollen einzelne Taten im Interesse einer organisierten Struktur erfolgt sein.
Vor Kurzem teilte der Olmützer Oberstaatsanwalt Radim Dragoun mit, dass die Staatsanwaltschaft für fünf Beschuldigte Untersuchungshaft beantragt. Drei der Anträge werden vom Bezirksgericht in Zlín verhandelt, zwei weitere vom Stadtgericht in Brünn. Die übrigen Festgenommenen wurden freigelassen.
Der Einsatz vom Dienstag gilt laut dem tschechischen Fußballverband (FAČR) als die bislang umfangreichste Operation dieser Art im Land. Neben der tschechischen Polizei waren auch internationale Behörden wie Europol und Interpol sowie die Anti-Matchfixing-Einheit der UEFA eingebunden.
Nach bisherigen Erkenntnissen erstrecken sich die mutmaßlichen Manipulationen über verschiedene Wettbewerbe – von der höchsten Liga bis hin zu Jugendspielen. Die untersuchten Fälle reichen offenbar bis ins Jahr 2023 zurück.
Die Schwere der einzelnen Tatvorwürfe variiert deutlich. In besonders gravierenden Fällen drohen Freiheitsstrafen zwischen neun Jahren und zwei Monaten sowie bis zu 13 Jahren und vier Monaten. Bei weniger schwerwiegenden Delikten liegt das Strafmaß bei bis zu vier Jahren Haft. Fotbalová asociace České republiky Webseite | X | YouTube








