top of page

11 Millionen Euro für neue Interreg-Projekte in Sachsen und Tschechien

13 neue Vorhaben sollen den gemeinsamen Grenzraum stärken – von Wasserstofftechnologie bis Katastrophenschutz

11 Millionen Euro für neue Interreg-Projekte in Sachsen und Tschechien
Foto: Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer

Sachsen und Tschechien bauen ihre grenzübergreifende Zusammenarbeit weiter aus. Für 13 neue Projekte im Rahmen des Programms Interreg Sachsen-Tschechien stehen mehr als elf Millionen Euro aus EU-Mitteln bereit.


Der Begleitausschuss des Programms Interreg Sachsen-Tschechien 2021 bis 2027 hat in Chemnitz die Förderung von 13 neuen grenzüberschreitenden Projekten beschlossen. Insgesamt werden dafür 11,07 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bereitgestellt.


Mit den neuen Bewilligungen sind die im aktuellen Interreg-Programm abrufbaren Mittel nahezu ausgeschöpft. Seit Beginn des Förderzeitraums wurden bereits 122 Projekte mit rund 133 Millionen Euro EFRE-Förderung unterstützt.


Die nun ausgewählten Vorhaben betreffen zentrale Zukunftsthemen im sächsisch-tschechischen Grenzraum. Dazu zählen Wasserstofftechnologie, Grundwasservorsorge, Brand- und Katastrophenschutz, Natur- und Artenschutz, Umweltbildung, nachhaltiger Tourismus, Kulturerbe, berufliche Weiterbildung sowie die Zusammenarbeit von Verwaltungen.


Sachsens Staatsministerin Regina Kraushaar betonte die Bedeutung grenzüberschreitender Programme. In den sächsischen Grenzregionen werde der europäische Gedanke täglich gelebt. Interreg helfe dabei, gemeinsame Lösungen für Herausforderungen zu entwickeln, die beide Seiten der Grenze betreffen. Auch künftig brauche es dafür starke Programme und ausreichend regionalen Gestaltungsspielraum in der europäischen Förderpolitik.


Neue Interreg-Projekte: Wasserstoff, Forschung und Umweltbildung im Fokus


Zu den geförderten Projekten gehört unter anderen „ReH2gion“. Dabei verknüpfen der Wirtschafts- und Sozialrat der Region Ústí und der Verein HZwo die Vorhaben im Bereich Wasserstoff im Grenzraum. In Ústí nad Labem und Chemnitz sollen zwei miteinander verbundene Wasserstoff-Hubs entstehen. Sie dienen als Anlaufstellen für Unternehmen, Forschung und Verwaltung und sollen die industrielle Transformation beider Regionen unterstützen. Das Projekt erhält rund 490.000 Euro aus EU-Mitteln.


Ein weiteres Vorhaben ist „Inge-PDZ“, an dem die TU Bergakademie Freiberg, die Karls-Universität Prag und der Tschechische Geologische Dienst beteiligt sind. Untersucht wird die Petrovice-Döbra-Zone, eine tektonische Verwerfung im Osterzgebirge an der deutsch-tschechischen Grenze. Ziel ist es, geologische Strukturen und Grundwasserverhältnisse besser zu bewerten. Dafür sind rund 1,25 Millionen Euro vorgesehen.


Im Bereich Umweltbildung wird das Projekt „EnvEdu2026+“ unterstützt. Das Zentrum für ökologische Bildung der Region Liberec und das Naturschutzzentrum „Zittauer Gebirge“ wollen die Zusammenarbeit zwischen dem Liberecký kraj und dem Landkreis Görlitz ausbauen. Geplant sind unter anderem eine gemeinsame Datenbank, Untersuchungen zur Umweltbildung an Schulen und ein Modellprogramm auf beiden Seiten der Grenze. Die EU-Förderung beträgt rund 340.000 Euro.


Interreg Sachsen – Tschechien 2021–2027


Für das Programm Interreg Sachsen-Tschechien 2021 bis 2027 stehen insgesamt rund 190 Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert werden Projekte in den Bereichen Innovation, Klimaanpassung, Nachhaltigkeit, Bildung, Kultur, Tourismus und partnerschaftliche Zusammenarbeit.

Anzeige

Anzeige

Anzeige

Anzeige

bottom of page