Wings for Life World Run vereint erneut die Welt: Mehr als 346.000 Menschen liefen für die Rückenmarksforschung
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Auch in Tschechien beteiligten sich tausende Menschen an dem globalen Charity-Lauf – insgesamt kamen weltweit 9,2 Millionen Euro für die Forschung zu Rückenmarksverletzungen zusammen

Beim diesjährigen Wings for Life World Run haben am Sonntag erneut Hunderttausende Menschen weltweit gemeinsam ein Zeichen für die Rückenmarksforschung gesetzt. In Tschechien beteiligten sich landesweit mehr als 3.600 Teilnehmer am Charity-Lauf.
Beim diesjährigen Wings for Life World Run haben am Sonntag Hunderttausende Menschen weltweit gemeinsam ein Zeichen für die Rückenmarksforschung gesetzt. Auch in Tschechien wurde unter anderem in Prag, Brünn und Jablonec nad Nisou für den guten Zweck gelaufen.
Nach Angaben der Veranstalter nahmen beim 13. Jahrgang des globalen Charity-Laufs insgesamt 346.527 Menschen aus 173 Ländern teil. Gemeinsam wurden dabei 9,2 Millionen Euro gesammelt, die vollständig in die Forschung zu Rückenmarksverletzungen fließen.

Auch in der Tschechischen Republik war die Beteiligung groß. Mehr als 3.600 Läufer gingen landesweit an den Start – sowohl individuell über die App als auch bei acht organisierten App Run Events.
Gelaufen wurde unter anderem in Prag, Brünn, Pilsen, Ostrava, Hradec Králové, Jablonec nad Nisou, Hluboká nad Vltavou und Písek. Die beste tschechische Leistung erzielte Matěj Říha in Hluboká nad Vltavou mit 43,64 Kilometern. Bei den Frauen setzte sich erneut Veronika Horna Krásná durch, die in Jablonec nad Nisou 33,25 Kilometer absolvierte.

Auch zahlreiche bekannte Sportpersönlichkeiten beteiligten sich am Lauf. In der Prager Stromovka gingen unter anderem die Snowboarderin Eva Adamczyková, Snowboarder Jakub Hroneš sowie Skateboarder Maxim Habanec an den Start. Habanec nimmt nach eigenen Angaben bereits seit der ersten Ausgabe regelmäßig am Wings for Life World Run teil.
Fest verankert ist die Veranstaltung inzwischen auch in Jablonec nad Nisou. Dort organisiert der professionelle Mountainbiker Tomáš Slavík seit Jahren den lokalen Lauf. Unterstützt wurde die Veranstaltung diesmal zudem vom Kajakfahrer Vavřinec Hradilek. Viele Teilnehmer erinnerten dort außerdem an die MTB-Fahrerin Anna Slancová, die nach einer schweren Rückenmarksverletzung für zahlreiche Läufer zu einem Symbol der Motivation geworden ist.

Weltweit stellte der diesjährige Lauf mehrere Rekorde auf. Gesamtsieger wurde der Japaner Jo Fukuda mit 78,95 Kilometern und damit einem neuen historischen Bestwert. Bei den Frauen gewann die Niederländerin Mikky Keetels mit 62,24 Kilometern.
Der Wings for Life World Run fand erneut zeitgleich rund um den Globus statt – von Wien über Tokio bis New York. Insgesamt wurden 648 organisierte App Run Events veranstaltet, unter anderem in Paris, Sydney, Stockholm, Nairobi, Taipeh, Budapest und Mexiko-Stadt. In der Tschechischen Republik fiel der Startschuss um 13:00 Uhr.

Der Wings for Life World Run gilt als eine der größten globalen Charity-Laufveranstaltungen der Welt. Charakteristisch ist dabei das sogenannte „Catcher-Car“-Prinzip: Statt einer klassischen Ziellinie beendet ein virtuelles Verfolgerfahrzeug den Lauf der Teilnehmenden. Dank der offiziellen App können Menschen weltweit unabhängig von ihrem Standort teilnehmen.

Nach Angaben der Organisatoren fließen 100 Prozent aller Startgelder und Spenden direkt an die Wings for Life Foundation. Seit der Premiere im Jahr 2014 wurden so bereits mehr als 60 Millionen Euro für die Forschung zu Rückenmarksverletzungen gesammelt.








