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Tschechische Wirtschaft wächst im zweiten Quartal um 1,9 Prozent

Konsum der Haushalte und Investitionen stützen das Wachstum – Industrie legt zu, Lagerbestände bremsen die Entwicklung

Tschechische Wirtschaft wächst im zweiten Quartal um 1,9 Prozent
Foto: Christopher Burns | Unsplash

Die tschechische Wirtschaft bleibt auf Wachstumskurs. Vor allem höhere Konsumausgaben der Haushalte und kräftige Investitionen stützten die Konjunktur im zweiten Quartal.


Die tschechische Wirtschaft ist im zweiten Quartal 2026 weiter gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg gegenüber dem Vorquartal um 0,4 Prozent und im Jahresvergleich um 1,9 Prozent. Das geht aus der präzisierten Schätzung des Tschechischen Statistikamtes (ČSÚ) hervor.


Zu den wichtigsten Wachstumstreibern gehörten die Konsumausgaben der privaten Haushalte sowie Investitionen. Dämpfend wirkte dagegen die Veränderung der Lagerbestände.


Die Bruttowertschöpfung erhöhte sich gegenüber dem ersten Quartal ebenfalls um 0,4 Prozent. Besonders positiv entwickelte sich die Industrie mit einem Plus von 0,9 Prozent. Im Finanz- und Versicherungssektor betrug der Zuwachs 2,7 Prozent, im Immobilienbereich 0,6 Prozent. Auch Handel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie sowie die Bauwirtschaft legten zu.


Im Jahresvergleich stieg die Bruttowertschöpfung um 1,8 Prozent. Neben der Industrie trugen insbesondere Handel, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie sowie der Informations- und Kommunikationssektor zum Wachstum bei.


Tschechische Wirtschaft wächst im zweiten Quartal um 1,9 Prozent
Foto: Freepik

Konsum und Investitionen legen zu


Die Konsumausgaben insgesamt erhöhten sich gegenüber dem Vorquartal um 0,5 Prozent und binnen eines Jahres um 2,2 Prozent. Die Ausgaben der privaten Haushalte stiegen im Jahresvergleich sogar um 2,7 Prozent. Der staatliche Konsum nahm um 1,0 Prozent zu.


Noch deutlicher entwickelten sich die Investitionen. Die Bruttoanlageinvestitionen lagen im zweiten Quartal um 1,5 Prozent über dem Niveau des Vorquartals und um 7,1 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Mehr investiert wurde insbesondere in Wohnungen, andere Gebäude und Bauwerke sowie in Fahrzeuge.


Nach Angaben des ČSÚ trugen die privaten Konsumausgaben 1,1 Prozentpunkte zum jährlichen BIP-Wachstum bei, die Bruttoanlageinvestitionen sogar 1,7 Prozentpunkte. Die Veränderung der Lagerbestände belastete das Wachstum dagegen mit 1,3 Prozentpunkten.


Exporte steigen um 3,3 Prozent


Auch die Auslandsnachfrage unterstützte die Konjunktur. Die tschechischen Exporte stiegen gegenüber dem Vorquartal real um 0,9 Prozent und im Jahresvergleich um 3,3 Prozent. Dazu trugen insbesondere Ausfuhren von Kraftfahrzeugen, Computern, elektronischen und optischen Geräten sowie elektrischen Ausrüstungen bei.


Die Importe blieben gegenüber dem ersten Quartal unverändert, lagen jedoch 3,7 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der Überschuss im Außenhandel mit Waren und Dienstleistungen erreichte zu laufenden Preisen 99 Milliarden Kronen und fiel um 20,5 Milliarden Kronen niedriger aus als im zweiten Quartal des Vorjahres.


Das Preisniveau, gemessen am BIP-Deflator, stieg im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 1,0 Prozent und im Jahresvergleich um 2,6 Prozent.

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