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Tschechische Kunstflugstaffel Flying Bulls startet künftig als Red Bull Aerobatic Team

vor 1 Stunde
3 Min. Lesezeit

Die traditionsreiche tschechische Kunstflugstaffel tritt künftig unter neuem Namen auf – Piloten, Flugzeuge und spektakuläre Flugmanöver bleiben unverändert

Tschechische Kunstflugstaffel Flying Bulls startet künftig als Red Bull Aerobatic Team
Foto: Red Bull CZ

Die bekannte tschechische Kunstflugstaffel Flying Bulls Aerobatic Team startet unter einem neuen Namen in die Zukunft. Als Red Bull Aerobatic Team will die Formation ihre lange Tradition und internationale Erfolgsgeschichte fortsetzen.


Die tschechische Kunstflugstaffel Flying Bulls Aerobatic Team erhält einen neuen Namen. Künftig werden die vier Piloten als Red Bull Aerobatic Team bei Flugshows und internationalen Großveranstaltungen auftreten. Die Gruppe blickt auf eine mehr als 65-jährige Geschichte zurück und zählt zu den traditionsreichsten zivilen Kunstflugformationen der Welt.


Mit der Umbenennung beginnt für die tschechische Kunstflugstaffel ein neues Kapitel. Unter dem Namen Red Bull Aerobatic Team wird die Formation auch künftig bei Flugshows, Sportveranstaltungen und anderen Großevents in Tschechien und im Ausland zu sehen sein. Am charakteristischen Flugstil der Gruppe ändert sich nichts: Vier Kunstflugzeuge führen in enger Formation anspruchsvolle Manöver aus, bei denen Präzision, perfekte Abstimmung und gegenseitiges Vertrauen entscheidend sind.


Tschechische Kunstflugstaffel Flying Bulls startet künftig als Red Bull Aerobatic Team
Foto: Red Bull CZ

„Der neue Name ermöglicht es uns, deutlicher zu zeigen, wer wir heute sind. Wir sind ein tschechisches Kunstflugteam mit langer Geschichte, einem eigenen Stil und dem Anspruch, den Formationskunstflug weiterzuentwickeln“, erklärt Teamleiter Stanislav Čejka. Der Name Red Bull Aerobatic Team stehe für das nächste Kapitel der Gruppe.


Eine Geschichte, die 1958 in Chrudim begann


Die Wurzeln der Kunstflugstaffel reichen bis in die Jahre 1958 bis 1960 zurück. Damals entwickelte sich im ostböhmischen Chrudim eine Tradition des tschechischen Formationskunstflugs, an die das heutige Team anknüpft. Bereits die erste Pilotengeneration flog mit Maschinen des Typs ZLIN Trenér in besonders engen Formationen und legte damit den Grundstein für den bis heute charakteristischen Flugstil.


Nach einer längeren, durch Flugzeugmangel bedingten Unterbrechung kehrte die Staffel 1990 in die Luft zurück. Zu Beginn trat die Staffel unter dem Namen SKY BOX auf und machte sich erneut einen Namen in der internationalen Kunstflugszene. Während der damaligen Wettbewerbsära des FAI Aerobatics World Grand Prix gewann die Formation fünf Goldmedaillen und gehörte damit zu den erfolgreichsten Kunstflugstaffeln ihrer Zeit.


Tschechische Kunstflugstaffel Flying Bulls startet künftig als Red Bull Aerobatic Team
Foto: Red Bull CZ

Ein weiterer Meilenstein folgte im Jahr 2000, als die Gruppe den Namen Flying Bulls Aerobatic Team annahm. Seitdem waren die tschechischen Piloten bei zahlreichen internationalen Flugshows, Formel-1-Rennen, Musikfestivals und anderen Großveranstaltungen im Einsatz. Die Auftritte führten das Team unter anderem nach Japan, China, Indien, Katar, Jordanien, Saudi-Arabien, in die Vereinigten Arabischen Emirate sowie in zahlreiche europäische Länder.


Spektakuläre Flugmanöver und internationale Rekorde


Im Laufe seiner Geschichte hat das Team mehrere außergewöhnliche Kunstflugprojekte realisiert. In China durchflog die Formation als erste Kunstflugstaffel die berühmte Tianmen-Höhle, die auch als „Himmelstor“ bekannt ist.


Ein weiteres spektakuläres Manöver gelang den Piloten in Montenegro. Dort führte die Staffel einen sogenannten Außenlooping in Formation rund um die Eisenbahnbrücke Mala Rijeka aus. Das Bauwerk zählt zu den höchsten Eisenbahnbrücken Europas.


Vier Piloten, 315 PS und Geschwindigkeiten von bis zu 420 km/h


Die aktuelle Formation des Red Bull Aerobatic Teams besteht aus den vier tschechischen Piloten Stanislav Čejka, Jan Tvrdík, Jan Rudzinskyj und Martin Špaček.


Tschechische Kunstflugstaffel Flying Bulls startet künftig als Red Bull Aerobatic Team
Foto: Red Bull CZ

Zum Einsatz kommen vier speziell modifizierte Kunstflugzeuge des Typs XA42 XtremeAir. Jede Maschine verfügt über eine Motorleistung von 315 PS und erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 420 Kilometern pro Stunde. Während einer einzigen Vorführung legt die Staffel bis zu 70 Kilometer zurück und zeigt rund 38 verschiedene Kunstflugfiguren. Bei besonders anspruchsvollen Manövern müssen die Piloten Beschleunigungskräften von bis zu +7G und −5G standhalten.


Auch unter dem neuen Namen will das Red Bull Aerobatic Team seine internationale Präsenz fortsetzen. Für die Zuschauer bleibt das bewährte Konzept bestehen: vier tschechische Piloten, vier leistungsstarke Kunstflugzeuge und spektakuläre Flugmanöver in engster Formation.

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