Tschechische Bahnverwaltung investiert Milliarden in Planung neuer Strecken
Mehr Geld soll im kommenden Jahr vor allem in die Grundstückssicherung und die Vorbereitung von Hochgeschwindigkeitsstrecken fließen

Mehr als fünf Milliarden Kronen fließen im kommenden Jahr in die Vorbereitung neuer Bahnprojekte in Tschechien. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den geplanten Hochgeschwindigkeitsstrecken.
Die tschechische Bahnverwaltung (Správa železnic) will im kommenden Jahr 5,4 Milliarden Kronen für die Planung sowie die eigentumsrechtliche Vorbereitung neuer Bahnprojekte ausgeben. Das Gesamtvolumen bleibt damit ungefähr auf dem Niveau dieses Jahres, die Verteilung der Mittel verändert sich jedoch deutlich.
Ein wachsender Teil des Budgets soll künftig in den Erwerb und die Sicherung benötigter Grundstücke sowie in die Projektierung der geplanten Hochgeschwindigkeitsstrecken fließen. Verglichen mit dem Jahr 2022 haben sich die Ausgaben für die Vorbereitung von Bahnprojekten deutlich erhöht. Damals lagen sie bei knapp zwei Milliarden Kronen. Für das kommende Jahr ist damit mehr als das Zweieinhalbfache vorgesehen. Besonders stark steigen nach Angaben der Bahnverwaltung die Ausgaben für die Vorbereitung der Hochgeschwindigkeitsstrecken.
„Auch in den kommenden Jahren wird Geld für die Vorbereitung von Bauprojekten zur Verfügung stehen. Wir wollen jedoch keine Projekte entwickeln, für die weder eine realistische Finanzierung noch ein konkreter Umsetzungstermin besteht“, erklärte der Generaldirektor von Správa železnic, Tomáš Tóth.
Ziel sei es, finanzielle Mittel und Planungskapazitäten stärker auf Projekte zu konzentrieren, die tatsächlich umgesetzt werden können. Gleichzeitig trete die Vorbereitung der Hochgeschwindigkeitsstrecken zunehmend in eine neue Phase ein, was sich auch in den steigenden Ausgaben widerspiegele.
Nach Angaben von Tóth soll dabei nicht nur die Zahl der vorbereiteten Projekte eine Rolle spielen. Wichtig seien auch die Qualität der Planungsunterlagen sowie eine realistische Verbindung zwischen Planung und späterer Umsetzung. Die Bahnverwaltung wolle ihre Projekte stärker mit den verfügbaren Haushaltsmitteln und den Kapazitäten der Planungsbranche abstimmen.
Änderungen plant Správa železnic zudem bei der Vergabe von Planungsaufträgen. Künftig soll stärker auf sogenanntes Value Engineering gesetzt werden. Dabei sollen bereits während der Planung Lösungen gefunden werden, die bei möglichst effizientem Einsatz öffentlicher Mittel den größtmöglichen Nutzen bringen.
Planungsbüros sollen deshalb künftig bereits im Rahmen von Ausschreibungen stärker dazu motiviert werden, alternative und wirtschaftlich sinnvolle Lösungen vorzuschlagen.










