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Speed Marathon 2026: Mehr als 3.000 Verstöße bei landesweiten Kontrollen festgestellt

Mehr Tempoverstöße, wachsendes öffentliches Interesse und gezielte Kontrollen an über 1.100 Standorten

Speed Marathon 2026: Mehr als 3.000 Verstöße bei landesweiten Kontrollen festgestellt
Foto: Policie České republiky

Hunderte Polizeibeamte haben beim diesjährigen Speed Marathon in Tschechien tausende Fahrzeuge kontrolliert. Die Bilanz zeigt erneut: Vor allem Geschwindigkeitsüberschreitungen bleiben ein zentrales Problem auf den Straßen.


Am Mittwoch, dem 15. April, beteiligte sich die Tschechische Republik an der europaweiten Verkehrssicherheitsaktion Speed Marathon, die unter dem Dach der ROADPOL organisiert wird. Im Rahmen der 24-stündigen Kontrolle überprüften Polizeikräfte landesweit rund 6.414 Fahrzeuge.


Bereits im Vorfeld hatten die Beamten die Kontrollpunkte sorgfältig ausgewählt. Insgesamt wurden 1.173 Standorte festgelegt – basierend auf Verkehrsdaten, Unfallhäufigkeit, Verkehrsaufkommen sowie Hinweisen aus der Bevölkerung. Letztere spielte auch in diesem Jahr eine zentrale Rolle: Mehr als 16.000 Meldungen und über 167.000 Stimmen gingen ein, ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr.


Während der Aktion stellten die Einsatzkräfte insgesamt 3.188 Verkehrsverstöße fest. In 1.910 Fällen handelte es sich um Geschwindigkeitsüberschreitungen. Trotz vorheriger Ankündigung der Kontrollen und Veröffentlichung der Messstellen zeigt sich damit erneut, dass viele Verkehrsteilnehmer die Risiken überhöhter Geschwindigkeit unterschätzen.


Video: Speed Marathon 2026 | Policie ČR

Einige besonders gravierende Fälle verdeutlichen das Ausmaß der Verstöße. In Brno wurde ein Fahrer mit 125 km/h in einer 50er-Zone gemessen. In Bílina registrierten Polizisten 115 km/h bei erlaubten 50 km/h. In Prague (Rohanské nábřeží) fuhr ein Autofahrer mit 100 km/h und stand zudem unter dem Einfluss von Drogen.


Neben Tempoverstößen registrierte die Polizei zahlreiche weitere Delikte. Dazu zählten unter anderem 230 Fälle mit technischen Mängeln an Fahrzeugen, 203 Verstöße im Fahrverhalten sowie 173 Fälle von Telefonieren am Steuer. Hinzu kamen 130 Verstöße im Zusammenhang mit Autobahngebühren, 69 Fälle von riskantem Überholen und 60 Verstöße gegen die Gurtenpflicht.


Darüber hinaus stellten die Beamten neun Fälle von Alkohol am Steuer, zehn Fälle unter Einfluss anderer Drogen sowie elf Fahrer ohne gültige Fahrerlaubnis fest.


Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich ein gemischtes Bild: Während die Zahl der Geschwindigkeitsverstöße und die Gesamtzahl der Delikte leicht gestiegen sind, ist die Zahl der Alkoholverstöße zurückgegangen. Gleichzeitig nahm die Zahl der Drogenfahrten zu.


Die Auswertung der Aktion ist noch nicht abgeschlossen. Die Polizei kündigte jedoch bereits an, die gewonnenen Erkenntnisse zu nutzen, um auch künftig verstärkt an besonders gefährlichen Straßenabschnitten zu kontrollieren und so die Verkehrssicherheit weiter zu erhöhen.

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