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12,91 Millionen Euro für 14 neue Interreg-Projekte in Sachsen und Tschechien

Die EU-Mittel fließen in neue grenzüberschreitende Projekte – Fokus liegt auf Innovation, Fachkräfte und Klimaschutz

Foto: Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer
Foto: Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer

14 neue Interreg-Projekte stärken die Zusammenarbeit zwischen Sachsen und Tschechien: Ende März wurden Fördermittel in Höhe von rund 13 Millionen Euro beschlossen. Die Vorhaben reichen von Innovation und Bildung bis hin zu Klima- und Energieforschung.


Der Begleitausschuss des Programms Interreg Sachsen–Tschechien 2021–2027 hat Ende März in Ústí nad Labem die Förderung von 14 neuen Projekten beschlossen. Insgesamt stehen dafür 12,91 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung. Ziel ist es, die Zusammenarbeit entlang der sächsisch-tschechischen Grenze weiter zu stärken.


Die ausgewählten Vorhaben decken ein breites Spektrum ab – von Fachkräftesicherung und Innovation über Forschung bis hin zu Klimaschutz und wirtschaftlicher Vernetzung. An der Sitzung nahm auch die Generalkonsulin der Tschechischen Republik in Dresden, Ivona Valhová, teil, die den Austausch mit Vertretern beider Länder suchte.


Sachsens Staatsministerin für Regionalentwicklung, Regina Kraushaar, betonte die Bedeutung der Programme für die Grenzregionen: Die Projekte würden konkrete Impulse setzen, den Zusammenhalt stärken und praktische Lösungen für regionale Herausforderungen liefern. Gerade in ländlich geprägten Grenzgebieten seien verlässliche Partnerschaften entscheidend.


Interreg-Projekte: Förderung für Bildung, Energie und Kreativwirtschaft


Zu den geförderten Projekten zählt unter anderem das Vorhaben „Intermezzo“, bei dem die Westsächsische Hochschule Zwickau gemeinsam mit einer Berufsschule in Cheb ein deutsch-tschechisches Weiterbildungsangebot im Musikinstrumentenbau entwickelt. Ziel ist es, dem Fachkräftemangel in der traditionsreichen Branche entgegenzuwirken. Geplant sind praxisorientierte Workshops, Projektwochen sowie digitale Lernformate, in denen Teilnehmende sowohl handwerkliche als auch wissenschaftliche Kompetenzen erwerben. Das Projekt wird mit rund 228.000 Euro unterstützt.


Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Energie- und Klimaforschung. Im Projekt „TransGEO“ untersuchen mehrere Forschungseinrichtungen aus Deutschland und der Tschechischen Republik das geothermische Potenzial im Vogtland und in Westböhmen. Mithilfe gemeinsamer Messungen und eines grenzüberschreitenden Untergrundmodells soll die Nutzung klimafreundlicher Energie verbessert und die Überwachung seismischer Aktivitäten präzisiert werden. Dafür stehen rund 848.000 Euro zur Verfügung.


Mit dem Projekt „Saxon-Czech Innospace“ rückt zudem die Innovationsförderung in den Mittelpunkt. Ziel ist der Aufbau eines gemeinsamen Innovationsökosystems für kleine und mittlere Unternehmen, insbesondere aus der Kultur- und Kreativwirtschaft. In sogenannten Innovationswerkstätten sollen neue Produkte und Dienstleistungen entwickelt werden. Ergänzt wird das Angebot durch Beratungsformate, digitale Lernangebote sowie eine Online-Plattform zur besseren Vernetzung. Das Projekt erhält rund 892.000 Euro aus EU-Mitteln.


Neben den neuen Förderentscheidungen wurde auch das bereits laufende Projekt „Basket@School“ vorgestellt, das im Videowettbewerb 2025 des Programms mit dem Sonderpreis „Junges Engagement“ ausgezeichnet wurde. Es zeigt exemplarisch, wie sportliche Aktivitäten den Austausch junger Menschen über Grenzen hinweg fördern können.


Interreg Sachsen – Tschechien 2021–2027


Für das Interreg-Programm Sachsen–Tschechien stehen bis 2027 insgesamt rund 190 Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert werden Projekte in den Bereichen Innovation, Klimaanpassung, Bildung, Kultur und Tourismus sowie in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Über die Vergabe der Mittel entscheidet ein gemeinsamer Begleitausschuss beider Länder auf Basis geprüfter Projektanträge.

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