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Premierminster Fiala: Verdacht auf russische Verwicklung bei versuchten Brandanschlag in Prag

Die verschärften Sicherheitsmaßnahmen in Prag bleiben weiterhin in Kraft, obwohl derzeit kein weiteres spezifisches Sicherheitsrisiko besteht

Premierminster Fiala: Verdacht auf russische Verwicklung bei Brandanschlag in Prag
Foto: Petr Fiala | Facebook

Der tschechische Premierminister Petr Fiala (ODS) äußerte gestern nach einer Sitzung des Staatssicherheitsrates den Verdacht, dass Russland in den Fall des Mannes verwickelt sei, der bei einem versuchten Brandanschlag in Prag festgenommen wurde. Der Angriff richtete sich gegen Busse der Prager Verkehrsbetriebe und konnte von deren Mitarbeitern erfolgreich gelöscht werden.


„Es besteht der Verdacht, dass der Anschlag höchstwahrscheinlich von Russland organisiert und finanziert wurde", erklärte Fiala und betonte, dass dies Teil eines hybriden Krieges sei, den Russland gegen Tschechien führe. Er würdigte außerdem die professionelle und effektive Arbeit der Sicherheitskräfte, wie der Premierminister auf dem sozialen Netzwerk X mitteilte.

Innenminister Vít Rakušan (STAN) warnte laut dem Nachrichtensender ČT24, dass ähnliche Anschläge in ganz Europa, einschließlich der Tschechischen Republik, geplant sein könnten. „Wir waren daran gewöhnt, dass russische Angriffe meist hybrid waren und sich auf die IT-Infrastruktur konzentrierten. Jetzt sind wir an einem Punkt angelangt, an dem auch physische Objekte betroffen sein könnten“, erklärte Rakušan.


Der Brandanschlag ereignete sich am Donnerstagabend im Busdepot Klíčov der Prager Verkehrsbetriebe, wie Polizeichef Martin Vondrášek mitteilte. Dank eines Fotos des Verdächtigen, das die Polizei durch Hinweise aus der Öffentlichkeit erhielt, konnte der Mann am Wochenende festgenommen werden.


Am Sonntag wurde ein Strafverfahren eingeleitet, und am Montag entschied das Gericht, den Beschuldigten in Gewahrsam zu nehmen, um ihn an der Flucht zu hindern, Zeugen zu beeinflussen und die Tat zu vollenden. Der Polizeichef erklärte, dass der festgenommene Ausländer erst seit fünf Tagen in der Tschechischen Republik war und ihm eine Haftstrafe von 12 bis 20 Jahren oder sogar lebenslange Haft drohe.


Berichten zufolge stammt der festgenommene Mann aus Südamerika und spricht Spanisch. Vondrášek wollte sich nicht dazu äußern, inwieweit der Mann seine Tat vollendet hat, lobte jedoch die schnelle Reaktion des Personals der Prager Verkehrsbetriebe.


Die Sicherheitsmaßnahmen in Prag bleiben weiterhin verschärft, obwohl derzeit kein weiteres spezifisches Sicherheitsrisiko besteht. Seit März 2016 befindet sich Tschechien der ersten Terrorwarnstufe, die verschärften Maßnahmen bleiben bis Ende September in Kraft.

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