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Prag 6 baut neue Inlineskating-Arena auf Ladronka

vor 6 Minuten
2 Min. Lesezeit

Neue Anlage soll internationale Wettkampfstandards erfüllen – Fertigstellung innerhalb eines Jahres geplant

Prag 6 baut neue Inlineskating-Arena auf Ladronka
Foto: Praha 6

Prag 6 investiert weiter in den Ausbau der Sportinfrastruktur auf der Ladronka. Mit einer neuen Inlineskating-Arena soll dort künftig ein Trainings- und Wettkampfzentrum von internationalem Format entstehen.


Im Prager Park Ladronka entsteht eine neue Anlage für Inlineskating und andere Rollsportarten. Das mehr als 100 Millionen Kronen teure Projekt soll sowohl Freizeitsportlern als auch Profis offenstehen und künftig sogar internationale Meisterschaften ermöglichen.


Mit der Grundsteinlegung hat der Stadtbezirk Prag 6 offiziell den Bau der neuen Rollsportanlage im beliebten Freizeitareal Ladronka begonnen. Nach Angaben des Bezirks soll die Anlage ganzjährig genutzt werden können und als einzige ihrer Art in Böhmen die Voraussetzungen für Wettkämpfe auf internationalem Niveau erfüllen.


Prag 6 baut neue Inlineskating-Arena auf Ladronka
Foto: Praha 6

Der Bau ist Teil eines langfristigen Entwicklungskonzepts für die Ladronka. Ziel ist es, das Gelände schrittweise zu modernisieren, die Sport- und Freizeitmöglichkeiten auszubauen und zugleich die Sicherheit für Besucher zu erhöhen.


Kostenloser Zugang außerhalb von Wettkämpfen


Außerhalb offizieller Wettkämpfe und Trainingszeiten soll die gesamte Anlage kostenlos für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Ein Betreiber wird den laufenden Betrieb überwachen. Parallel plant Prag 6 auch eine Erweiterung der bestehenden Inlinestrecken auf der Bělohorská pláň.


Die Tschechische Rollsportunion begrüßt das Projekt. Prager Vereine verfügten bislang nicht über ausreichende Trainingsmöglichkeiten und mussten häufig auf öffentliche Wege ausweichen. Mit der neuen Anlage sollen künftig auch Nachwuchstrainings unter professioneller Anleitung sowie nationale und internationale Wettbewerbe möglich sein.


Prag 6 baut neue Inlineskating-Arena auf Ladronka
Foto: Praha 6

Nach Angaben der Verantwortlichen erfüllt die geplante 200-Meter-Wettkampfbahn die Anforderungen der internationalen Rollsportorganisation und könnte damit grundsätzlich auch Austragungsort für Europa- oder Weltmeisterschaften werden.


Auch der fünffache Inlineskating-Weltmeister und Olympiasieger im Eisschnelllauf Metoděj Jílek soll die neue Anlage künftig als Trainingsmöglichkeit in Prag nutzen können.


Zwei Rundbahnen und Trainingsfläche


Das neue Sportzentrum besteht aus mehreren Bereichen. Geplant ist eine rund 400 Meter lange und acht Meter breite Inlinestrecke. Hinzu kommt eine 200 Meter lange und sechs Meter breite Wettkampfbahn für Speedskating mit überhöhten Kurven und einem speziellen Belag.


Prag 6 baut neue Inlineskating-Arena auf Ladronka
Foto: Praha 6

Im Inneren der Bahn entsteht zudem eine rund 60 mal 26 Meter große Fläche für Kinder, Anfänger und Trainingsangebote. Zum Projekt gehört außerdem ein eingeschossiges Clubgebäude mit Umkleideräumen, abschließbaren Außenschränken und öffentlichen Toiletten. Für Besucher sollen 38 Parkplätze entstehen.


Eine Besonderheit ist die geplante Nutzung im Winter: Die Konstruktion der Strecke soll es ermöglichen, in den kalten Monaten eine Eisfläche mit Eislaufrundbahn einzurichten.


Fertigstellung in zwölf Monaten geplant


Die Bauarbeiten sollen rund zwölf Monate dauern. Investor ist der Stadtbezirk Prag 6, der für das Projekt mehr als 100 Millionen Kronen veranschlagt hat. Den Auftrag erhielt nach einem Ausschreibungsverfahren das Bauunternehmen Metrostav CZ.


Prag 6 baut neue Inlineskating-Arena auf Ladronka
Foto: Praha 6

Neben den Sportanlagen sind umfangreiche Begrünungsmaßnahmen vorgesehen. Geplant ist unter anderem die Pflanzung von 85 Bäumen sowie mehreren hundert Sträuchern, Stauden und Zwiebelpflanzen.


Der Bau der neuen Sportanlage ist neben dem derzeit entstehenden Hallenbad Petynka eines der größeren Sportinfrastrukturprojekte des Stadtbezirks. Für beide Vorhaben zusammen investiert Prag 6 nach eigenen Angaben rund 700 Millionen Kronen.

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