Neuer Skoda-Chef: «Wollen Lieferengpässe hinter uns lassen»
Aktualisiert: 25. Sept.
Unser Fokus in den kommenden Tagen und Wochen wird darauf liegen, das operative Geschäft mit neuer Stärke wieder hochzufahren

Klaus Zellmer übernimmt die Führung von Škoda Auto in einer schwierigen Phase mit Lieferengpässen und fehlenden Bauteilen. Der neue Vorstandschef will vor allem die Wartezeiten für Kunden verkürzen und die Produktion wieder stabilisieren.
Der neue Škoda-Chef Klaus Zellmer hat bei seinem Amtsantritt bei der tschechischen VW-Tochter am Freitag die Rückkehr zu kürzeren Wartezeiten für Autokäufer als wichtiges Ziel genannt. „Schritt für Schritt wollen wir Halbleiterknappheit und Lieferengpässe hinter uns lassen und alles daransetzen, dass unsere Kunden schnellstmöglich ihren Škoda bekommen“, gab der Manager als Richtung vor. Der Mangel an Mikrochips hatte die Auslieferungen stark gebremst. Hinzu kamen – wie bei vielen anderen Herstellern – Probleme wegen weiterer fehlender Teile. So erhielt auch Škoda nach Beginn des russischen Angriffs weniger Kabelbäume von ukrainischen Lieferanten.

„Unser Fokus in den kommenden Tagen und Wochen wird darauf liegen, das operative Geschäft mit neuer Stärke wieder hochzufahren“, sagte Zellmer, der zuletzt Vertriebsvorstand der VW-Kernmarke in Wolfsburg war. An der Škoda-Spitze erwarten ihn nun etliche Herausforderungen. Im Frühjahr hatte das Unternehmen angesichts des Krieges in der Ukraine und der schwierigen Liefersituation von möglichen erheblichen Belastungen im laufenden Jahr gesprochen.
Weil Russland für Škoda 2021 nach Deutschland der zweitwichtigste Absatzmarkt war, dürften die vom Volkswagen-Konzern einstweilen ausgesetzten Autoexporte dorthin Folgen haben. Auch die Produktion von VW in der Russischen Föderation ruht derzeit. Über einen möglichen endgültigen Rückzug aus dem Land ist noch nicht entschieden.
Der gelernte Betriebswirt Zellmer, der zuvor auch längere Zeit bei der Tochtergesellschaft Porsche tätig war, löst Thomas Schäfer ab. Dieser wechselte nach Wolfsburg, wo er die Kernmarke VW Pkw führt und außerdem für die Gesamtsteuerung der „Volumengruppe“ zuständig ist. Dazu gehören Volkswagen, Škoda, Seat/Cupra und die leichten Nutzfahrzeuge. Schäfers Vorgänger Ralf Brandstätter wird Konzernvorstand für China.










