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Neue Hightech-Labore im Wasserwerk Podolí überwachen Prags Trinkwasser

vor 48 Minuten
2 Min. Lesezeit

In den Laboren werden jährlich mehr als 50.000 Proben untersucht und fast 800.000 Einzelanalysen verschiedener Parameter durchgeführt

Neue Hightech-Labore im Wasserwerk Podolí überwachen Prags Trinkwasser
Foto: Pražské vodovody a kanalizace (PVK)

Die Prager Wasserwerke haben in Podolí einen neuen, modern ausgestatteten Laborstandort in Betrieb genommen. Dort wird die Qualität des Prager Trinkwassers rund um die Uhr kontrolliert – zunehmend auch mit PCR-Analysen, künstlicher Intelligenz und automatisierten Verfahren.


Prag baut die Kontrolle seiner Trinkwasserversorgung weiter aus. Die Pražské vodovody a kanalizace (PVK) haben auf dem Gelände des Wasserwerks Podolí einen neuen zentralen Laborstandort eröffnet. Die Labore wurden von ihrem bisherigen Standort im Prager Stadtteil Vinohrady nach Podolí verlegt und sollen eine noch schnellere und präzisere Überwachung der Wasserqualität ermöglichen.


Neben klassischen Laborverfahren kommen dort künftig verstärkt moderne Analysemethoden zum Einsatz. Sie sollen mögliche Veränderungen oder Verunreinigungen deutlich schneller erkennen als herkömmliche Untersuchungen.


Mehr als 50.000 Wasserproben pro Jahr


Die Kontrolle des Prager Trinkwassers beginnt bereits in den Wasserwerken. Dort kommen unter anderem besonders empfindliche Regenbogenforellen als biologische Indikatoren zum Einsatz. Die Tiere reagieren bereits auf geringe Veränderungen oder Verunreinigungen des Wassers.


Zusätzlich werden regelmäßig chemische, mikrobiologische und biologische Analysen durchgeführt. An den Zuflüssen des Wassers nach Prag überwachen spezielle spektrophotometrische Sonden wichtige Wasserparameter online. Auch im Prager Leitungsnetz befinden sich zahlreiche Sensoren, die unter anderem Chlorwerte und die Trübung des Wassers messen.


Neue Hightech-Labore im Wasserwerk Podolí überwachen Prags Trinkwasser
Foto: Pražské vodovody a kanalizace (PVK)

Eine zentrale Rolle übernehmen die Labore selbst. Nach Angaben von PVK werden dort jährlich mehr als 50.000 Proben untersucht und fast 800.000 Einzelanalysen verschiedener Parameter durchgeführt.


Für Pavel Válek, Vorstandsvorsitzender der Pražská vodohospodářská společnost, gehört die Investition in die neuen Zentrallabore deshalb zu den wichtigen Infrastrukturprojekten der Stadt. Als Betreiber der wasserwirtschaftlichen Infrastruktur sei man sich der Bedeutung einer umfassenden Qualitätskontrolle bewusst.


PCR-Technologie soll Risiken schneller erkennen


Zu den wichtigsten Neuerungen gehört die routinemäßige Nutzung der PCR-Methode, der Polymerase-Kettenreaktion. Das aus der Medizin bekannte Verfahren ermöglicht es, Bakterien und Viren im Wasser besonders schnell und präzise nachzuweisen.


Während klassische mikrobiologische Kulturen teilweise mehrere Tage benötigen, können mit PCR mögliche mikrobiologische Risiken wesentlich früher erkannt werden.


Künstliche Intelligenz unterstützt die Auswertung


Auch künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen sollen künftig stärker bei der Überwachung der Wasserqualität eingesetzt werden. Die Systeme unterstützen die Mitarbeiter der Labore bei der Auswertung großer Datenmengen und können laut PVK auch sehr geringe Abweichungen erkennen.


Gleichzeitig werden die gewonnenen Daten gespeichert und stehen damit auch für die Analyse möglicher Störungen oder außergewöhnlicher Situationen zur Verfügung.


Die neuen Labore in Podolí sind inzwischen vollständig in Betrieb. Dort werden täglich Proben aus dem gesamten Prager Versorgungsnetz untersucht – von den Wasserwerken über verschiedene Aufbereitungsstufen bis hin zum Leitungsnetz der tschechischen Hauptstadt.

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