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Inflationsrate verlangsamt sich im Mai, bleibt jedoch im zweistelligen Bereich

Lebensmittelpreise treiben weiterhin hohe Inflation in Tschechien an

Foto: Freepik


Die Inflation verzeichnete im Mai eine weitere Verlangsamung, wobei die Preise um 11,1 Prozent stiegen, was einen Rückgang um 1,6 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat April bedeutet. Trotz dieser Abnahme befinden die Inflation weiterhin auf einem zweistelligen Niveau. Bereits zu Beginn des letzten Jahres lag die Inflationsrate bei über 10 Prozent, wobei die Lebensmittelpreise den größten Beitrag zu diesem Anstieg leisteten.


Gemäß den Angaben des tschechischen statistischen Amtes waren vor allem Wohnkosten und Lebensmittelpreise für die niedrigere jährliche Inflationsrate im Mai im Vergleich zu April verantwortlich. Einerseits stiegen diese Kosten weniger stark an als im Vormonat, andererseits sind sie immer noch deutlich höher als im Vorjahreszeitraum. Die Preise für Erdgas stiegen um 47,6 Prozent an (im April waren es noch über 53 Prozent), feste Brennstoffe um 39,4 Prozent, Strom um 24,8 Prozent und Wärme sowie Warmwasser um 41,3 Prozent. Unter den Nahrungsmitteln war Zucker am teuersten, mit einem Preisanstieg von 58,7 Prozent im Mai. Brot verteuerte sich um 15,8 Prozent und Eier um 32,3 Prozent.


Pavla Šedivá, Leiterin der Abteilung für Verbraucherpreisstatistiken im Tschechischen Statistikamt, fügte hinzu: „Der einzige Bereich des Warenkorbs, in dem die Preise im Vergleich zum Vorjahr sogar gesunken sind, ist der Verkehr, was hauptsächlich auf die sinkenden Kraftstoffpreise zurückzuführen ist. Im Mai betrug der Durchschnittspreis für Diesel an den Tankstellen 31,72 CZK pro Liter, was den niedrigsten Wert seit August 2021 darstellt."


Im Monatsvergleich zum April stiegen die Preise für Kartoffeln um sechs Prozent, für Eier um 5,5 Prozent und für Obst um 4,5 Prozent an, während die Preise für Strom, Wärme und Miete nur geringfügig um ein Zehntel Prozent stiegen. Hingegen sanken die Preise für Butter um 4,2 Prozent und für Kraftstoffe um 3,9 Prozent.


Analysten hatten vorausgesagt, dass die Inflation im Mai niedriger ausfallen könnte, als die Statistiker schließlich berechnet hatten. Die Schätzungen lagen bei 10,6 bis 10,9 Prozent.

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