Fast 14.000 Läufer am vergangenen Wochenende beim Birell Grand Prix in Prag
Beim nächtlichen Zehn-Kilometer-Lauf fielen drei Landesrekorde – mehr als 4.000 Teilnehmerinnen starteten zuvor beim adidas Women’s 5K Run

Fast 14.000 Läuferinnen und Läufer aus 98 Ländern haben am Samstag, dem 5. September, an den beiden RunCzech-Rennen im Zentrum von Prag teilgenommen. Beim Birell 10K Night Race siegten Rodrigue Kwizera und Chaltu Dida Diriba, während Josefína Šturmová den adidas Women’s 5K Run gewann.
Der Prager Platz der Republik (Náměstí Republiky) verwandelte sich am Samstag in das Zentrum des internationalen Straßenlaufsports. Den Auftakt bildete um 18 Uhr die 26. Ausgabe des adidas Women’s 5K Run, an dem mehr als 4.000 Läuferinnen teilnahmen.
Den Sieg sicherte sich die erst 18-jährige Josefína Šturmová in einer Zeit von 17:19 Minuten. Der Lauf richtet sich an Frauen aller Alters- und Leistungsklassen. Mit einem großzügigen Zeitlimit von 50 Minuten soll er auch weniger erfahrenen Läuferinnen die Teilnahme ermöglichen.

„Es war ein Lauf für alle Frauen – unabhängig von Alter oder körperlicher Fitness. Genau das war für mich die größte Motivation“, sagte die Venezolanerin Angelika, die gemeinsam mit ihrer Schwester Henesis antrat. Für sie sei es das erste Rennen gewesen. Im Vordergrund habe daher nicht die Zeit, sondern das gemeinsame Erreichen des Ziels gestanden.
Drei Landesrekorde beim nächtlichen Zehn-Kilometer-Lauf
Um 19.30 Uhr fiel der Startschuss für das Birell 10K Night Race. Das Elitefeld umfasste 42 Läufer aus 16 Ländern, darunter neun nationale Rekordhalter. Besondere Aufmerksamkeit galt dem für Spanien startenden Rodrigue Kwizera, der im Vorfeld einen Angriff auf die europäischen Bestzeiten angekündigt hatte.
Nach dem erwartungsgemäßen Beginn übernahm der Kenianer Victor Kipruto Kiprono bei Kilometer sieben die Führung. Ein folgenschwerer Fehler auf den letzten Metern kostete ihn jedoch den möglichen Sieg, sodass er sich letztlich mit dem dritten Platz begnügen musste.

Kwizera gewann das Rennen in 27:15 Minuten und stellte damit einen neuen spanischen Landesrekord auf. Auch der Japaner Shunya Kikuchi sorgte für eine nationale Bestmarke: Er erreichte das Ziel nach 28:07 Minuten.
Bei den Frauen dominierte die Äthiopierin Chaltu Dida Diriba. Sie gewann in 30:04 Minuten und lag damit acht Sekunden vor ihrer Schwester Robe Dida Diriba. Für einen weiteren Landesrekord sorgte die Österreicherin Carina Reicht, die nach 31:56 Minuten ins Ziel kam. Damit blieb erstmals eine österreichische Läuferin über zehn Kilometer unter der Marke von 32 Minuten.
Die schnellsten tschechischen Teilnehmer waren erwartungsgemäß Damián Vích und Tereza Hrochová. Vích benötigte 29:12 Minuten, Hrochová absolvierte die Strecke in 32:15 Minuten.

Nur wenige medizinische Einsätze
Für die medizinische Betreuung der Teilnehmer sorgten Rettungskräfte des Prager Rettungsdienstes, Fahrradteams mit automatisierten externen Defibrillatoren sowie die sogenannten Running Doctors, eine Gruppe medizinisch geschulter Läufer. Insgesamt mussten 20 Menschen behandelt werden. Nach Angaben von Projektkoordinatorin Dagmar Heroldová war dies eine sehr niedrige Zahl. Den vorliegenden Informationen zufolge gehe es allen behandelten Teilnehmern gut.










