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Deutscher Wirtschaftspreis 2023 in Prag verliehen

DTIHK zeichnet sechs Unternehmen mit hohem Mehrwert für die Transformation der Wirtschaft aus

Deutscher Wirtschaftspreis 2023 in Prag verliehen
Foto: Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer (DTIHK)

Die Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer (DTIHK) hat am Dienstag die Gewinner des ersten Deutschen Wirtschaftspreises bekannt gegeben. Die Unternehmen traten in drei Kategorien an, zwei weitere erhielten einen Sonderpreis. Die Preisverleihung wurde von Daniela Brzobohatá moderiert und fand im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten der Kammer unter dem Motto 30 Jahre MehrWert | 30 let přidáváme hodnotu statt.


Die Transformation der Wirtschaft ist das A und O in der aktuellen Wirtschaftslage, auf die sich Unternehmen vorbereiten müssen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Geschäftsmodelle wandeln sich zügig, Unternehmen müssen den Mehrwert ihrer Produktion steigern, ihre Strategie überdenken und äußerst flexibel sein.


„Wir haben tschechische Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern für ihre Innovationkraft, ihre Flexibilität und Agilität ausgezeichnet, die einen Mehrwert für die deutsch-tschechische, und damit für die gesamte europäische Wirtschaft schaffen“, sagt DTIHK-Präsident Milan Šlachta. Über die Gewinner des Deutschen Wirtschaftspreises entschied eine Expertenjury von Entscheidern aus Schlüsselunternehmen und Institutionen der tschechischen und deutschen Wirtschaft.


Der Gewinner in der Kategorie „Energieeffizienz“ ist myco, ein Unternehmen, das sich darauf konzentriert, Kunststoffverpackungen durch Biokomposite-Material zu ersetzen, das aus Industrieabfällen und Pilzmyzel hergestellt wird – ohne Chemikalien. Der Energieverbrauch für die Produktion ist im Vergleich zu anderen Materialien deutlich geringer. Vor allem aber basiert das gesamte Geschäftsmodell auf der Ressourcen sparenden Kreislaufwirtschaft. „Die Jury würdigte die Bedeutung des jungen Unternehmens, seinen unkonventionellen, professionellen Ansatz bei der Produktentwicklung und sein ehrgeiziges Ziel, sein Geschäftsmodell in großem Maßstab einzuführen“, so Jurorin Eva Svobodová, Direktorin des tschechischen KMU-Verbands (AMSPČR).


In der Kategorie „Digitalisierung & Innovation“ haben sich mit Abstand die meisten Unternehmen beworben. Daher wurde der Preis an zwei Unternehmen vergeben. Gewinner sind die Macher von BioHealing aus Ostrava. Sie entwickeln Produkte der regenerativen Medizin, die aus der menschlichen Plazenta gewonnen werden und zu 100 % biologischen Ursprungs sind. Diese Produkte stellen die Funktion des ursprünglichen Gewebes wieder her oder ersetzen sie bei chronischen Wunden. „Die Jury begrüßt den neuen Forschungsansatz, einschließlich seiner Umsetzung in ein konkretes Produkt, das in diesem Segment des biomedizinischen Marktes eine entscheidende und bahnbrechende Rolle spielt“, so Juror Radek Jakubský, Vize-Präsident der Tschechischen Wirtschaftskammer.


Der zweite Preisträger in dieser Kategorie ist der in Brünn ansässige Chipdesigner Codasip. In Rekordzeit hat sich Codasip von einem kleinen Hardware-Start-up zu einem strategisch wichtigen europäischen Unternehmen entwickelt, das auf aktuelle und künftige Marktbedürfnisse reagiert: „Das tschechische Chipdesign für die sich wandelnde europäische Wirtschaft basiert auf wissenschaftlicher Arbeit und wurde im Sinne des Technologietransfers zu einem tragfähigen Geschäftsmodell entwickelt. Das sind genau die Qualitäten, die wir mit dem Deutschen Wirtschaftspreis würdigen wollen“, erklärt Jurorin Sara Borella von der Deutschen Industrie- und Handelskammer (Berlin).


Der Gewinner der Kategorie „Nachhaltige HR-Entwicklung“ ist das Handwerksunternehmen DřevodíloRousinov. Es vergibt jedes Jahr Stipendien und Werkzeugkisten an junge Tischler, fördert den Wettbewerb um die tschechische TischlerMeisterschaft und arbeitet nachhaltig mit den regionalen Berufsschulen zusammen. Damit trägt das Unternehmen wie nur wenige andere zur Entwicklung des Nachwuchses im Handwerk bei. „Es geht nicht nur um die eigenen Mitarbeiter, sondern um die Zukunft der Ausbildung und des Handwerks“, sagt Juror Jens Franke, CFO von Siemens Tschechien.


Der Sonderpreis der Bayerischen Wirtschaftsdelegation in Tschechien ging an die Firma Aimtec. Roman Žák und Jaroslav Follprecht haben das Potenzial der Digitalisierung viel früher als die meisten erkannt. Sie verknüpften Logistik, Produktion, Qualitätskontrolle und Versand mit Automatisierungstechnologien, Menschen und Maschinen, vor allem in der für die tschechische und deutsche Wirtschaft wichtigsten Branche, der Automobilindustrie. „Die Tatsache, dass Aimtec jährlich die internationale Konferenz ´Trends in der Automobillogistik´ organisiert, die unter anderem in Kooperation mit der IHK Regensburg stattfindet, hat bei unserer Entscheidung eine große Rolle gespielt“, so Ursula Heinzel vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.


Der Preis für eine Nachhaltige deutsche Investition in Tschechien ging an das Unternehmen SUSPA, ein Entwickler und Produzent technisch komplexer Anwendungen u.a. in der Automobilindustrie. Die Jury würdigte die Investition in eine nachhaltige, erneuerbare Energieversorgung im tschechischen Werk. Der Wille ist da, der Plan ist fertig, das Geld steht bereit, aber die Umsetzung wird von den Netzbetreibern mit Verweis auf die Netzinfrastruktur blockiert. SUSPA darf nicht einmal seinen eigenen, nachhaltig erzeugten Strom nutzen. „Mit der Auszeichnung von SUSPA wollen wir zwei Dinge erreichen. Zum einen soll ihr Engagement gewürdigt werden und andere Unternehmen inspirieren. Zum anderen will die Jury ein Signal an die Politik senden, Hindernisse auf dem Weg zur Energieversorgung der Zukunft zu beseitigen“, erklärt Bernard Bauer.


Die Gewinner erhalten eine Informationsreise ins „Haus der Deutschen Wirtschaft“ in Berlin und die Möglichkeiten, sich mit Entscheidern der deutschen Wirtschaft zu treffen. Außerdem unterstützt sie die DTIHK bei der Expansion auf den deutschen Markt. Über eine kostenlose DTIHK-Jahresmitgliedschaft erhalten die Gewinner zudem Zugang zur größten bilateralen Business-Community in Tschechien.


Der Deutsche Wirtschaftspreis wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert und steht unter der Schirmherrschaft des tschechischen Ministeriums für Industrie und Handel.


Weitere Informationen über das DTIHK-Jubiläum finden Sie unter www.mehrwert.cz/de.

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