ŠKODA AUTO startet am Stammsitz Mladá Boleslav mit der Fertigung von MEB-Batteriesystemen

Werk Mladá Boleslav einzige europäische Produktionsstätte für MEB-Batteriesysteme außerhalb Deutschlands

Foto: ŠKODA AUTO, Mladá Boleslav


ŠKODA AUTO startet in Mladá Boleslav mit der Herstellung von Batteriesystemen für vollelektrische Fahrzeuge auf Basis des Modularen Elektrifizierungsbaukastens (MEB) aus dem Volkswagen Konzern. Damit ist das Stammwerk des Automobilherstellers die einzige Produktionsstätte für MEB-Batteriesysteme in Europa außerhalb Deutschlands. Künftig können an der neu eingerichteten Fertigungslinie rund 250 Beschäftigte jährlich über 250.000 MEB-Batteriesysteme montieren. Diese werden neben Fahrzeugen von ŠKODA auch in MEB-Modellen der Konzernmarken Volkswagen, Audi und SEAT verbaut.


Der Stammsitz des tschechischen Automobileherstellers ist in Europa der einzige Produktionsstandort außerhalb Deutschlands, an dem MEB-Batteriesysteme gefertigt werden: Die kleinste Version mit acht Modulen verfügt über eine Kapazität von 55 kWh und die mittlere Variante mit neun Modulen über 62 kWh. Die größte Batterie mit 12 Modulen speichert 82 kWh. Neben den Modulen, die jeweils 24 Zellen enthalten, gehören zu den Bestandteilen eines MEB-Batteriesystems auch ein Batteriegehäuse mit integriertem Kühlsystem, ein Batteriemanagementsystem und die nötigen elektrischen Verbindungen. Zusätzlich fertigt ŠKODA AUTO in Mladá Boleslav noch weitere E‑Komponenten: Bereits seit Herbst 2019 entstehen hier Hochvolt-Traktionsbatterien, die im SUPERB iV, OCTAVIA iV und in Plug-in-Hybridfahrzeugen weiterer Konzernmarken zum Einsatz kommen.


Mit der neuen Produktionslinie gewinnt die Transformation des Unternehmens weiter an Fahrt. Als Eckpfeiler seiner NEXT LEVEL – ŠKODA STRATEGY 2030 sieht der Automobilhersteller vor, bis Ende dieses Jahrzehnts an allen drei Produktionsstandorten E-Fahrzeuge oder E-Komponenten zu fertigen. Ziel ist, bestehende Arbeitsplätze langfristig zu sichern und gleichzeitig neue Stellen zu schaffen. Bis dahin rechnet das Unternehmen damit, den Anteil rein batterieelektrischer Fahrzeuge an seinen Auslieferungen in Europa je nach Marktentwicklung auf 50 bis 70 Prozent zu steigern. Dazu elektrifiziert ŠKODA AUTO sein Modellportfolio in den kommenden Jahren kontinuierlich weiter: Bis 2030 werden mindestens drei weitere rein batterieelektrische Modelle zum Angebot zählen, die preislich und größentechnisch alle unterhalb des ENYAQ iV positioniert sein werden.


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