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SOVA-Mission: Der größte tschechische Satellit wird in Brünn gebaut

Aktualisiert: 19. Nov. 2023

Die Bezeichnung SOVA basiert auf der englischen Bezeichnung für die Satellitenbeobachtung von Schwerewellen in der Atmosphäre

Foto: OHB Czechspace

Die Brünner Firma OHB Czechspace steht in den Startlöchern, um den größten einheimischen Satelliten auf eine Reise in die Umlaufbahn vorzubereiten. Im Rahmen eines Konsortiums, bestehend aus mehreren wissenschaftlichen Instituten und Unternehmen, treibt OHB Czechspace die Vorbereitungen für die SOVA-Mission voran. Diese Mission hat zwei wissenschaftliche Ziele: die Erfassung von Daten über Ereignisse in der oberen Atmosphäre, bekannt als atmosphärische Schwerewellen, sowie die Untersuchung der Strahlung im Weltraum. Das Ergebnis könnte die Genauigkeit von Vorhersagen für extreme Wetterereignisse erheblich verbessern.


Mit einem Gewicht von rund 180 Kilogramm wird der SOVA-Satellit der bisher größte tschechische Satellit sein. Sein Gewicht wird mehr als das Doppelte des bisher schwersten Satelliten, Magion 5, betragen, der 60 Kilogramm wog. Die Mission ist für das Jahr 2028 geplant und der Satelitt soll die Erde mindestens zwei Jahre lang umkreisen, berichtet der Nachrichtensender ČT24. Die Brünner Firma bereitet dieses Projekt im Rahmen des Programms "Ambiciózní projekty ČR" (Ehrgeizige Tschechische Projekte) der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und des Verkehrsministeriums vor. Im kommenden September werden die Projekte bewertet, und einige von Ihnen werden zur Umsetzung ausgewählt.


„Die Umsetzungsphase der Projekte darf 30 Millionen Euro bzw. 724 Millionen CZK nicht überschreiten, und die ausgewählten Missionen werden aus den Mitteln des Verkehrsministeriums finanziert", erklärte Vít Pavelec, Direktor von OHB Czechspace. Sollte das Konsortium den Zuschuss nicht erhalten, wird es gemeinsam mit dem wissenschaftlichen Team nach anderen Partnern suchen, die sich finanziell an der Durchführung der Mission beteiligen.

Foto: Schwerewellen über dem Indischen Ozean | J. Descloitres, MODIS, Rapid Response Team, NASA/GSFC

Die Bezeichnung "SOVA" basiert auf der englischen Bezeichnung für die Satellitenbeobachtung von Schwerewellen in der Atmosphäre. Durch genauere Informationen über diese Wellen in der oberen Atmosphäre erhofft man sich präzisere Vorhersagen für extreme Wetterereignisse wie sintflutartige Regenfälle, schwere Stürme, Tornados, Überschwemmungen und andere Phänomene. Optische Instrumente zur Kartierung dieser Wellen werden von OHB Czechspace in Zusammenarbeit mit Meopta und OHB System entwickelt. Zusätzlich wird der Satellit Strahlung im Weltraum messen.


Vor einigen Wochen hat das von OHB Czechspace geleitete Konsortium die erste Phase des Projekts erfolgreich abgeschlossen, in der die Durchführbarkeit der gesamten Mission nachgewiesen wurde. In der nächsten Phase werden die Experten das gewählte Design auf der Grundlage der Analysen, die Teil der vorangegangenen Phase waren, detaillierter entwickeln. Dies wird zu einem vorläufigen Entwurf des Satelliten mit einem klaren Bild aller Systeme und Funktionen führen. Ein toller Moment in der tschechischen Raumfahrt, der die Möglichkeiten für die Erforschung des Weltraums und die Verbesserung der Wettervorhersagen erheblich verbessern kann.

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