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Zuwanderung trägt zum Bevölkerungswachstum in Tschechien im Jahr 2023 bei, während die Geburtenraten weiter abnehmen

Trotz des anhaltenden Zustroms von Flüchtlingen aus der Ukraine ging die Gesamtzahl der Zuwanderer im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück

Zuwanderung trägt zum Bevölkerungswachstum in Tschechien im Jahr 2023 bei, während die Geburtenraten weiter abnehmen
Foto: Chris Linnett | Unsplash

Die Bevölkerung der Tschechischen Republik verzeichnete im vergangenen Jahr einen leichten Anstieg von 10,83 Millionen auf 10,90 Millionen Einwohner. Dieser Anstieg ist ausschließlich auf Zuwanderung zurückzuführen, da die Zahl der Geburten weiterhin rückläufig ist und den niedrigsten Stand seit 22 Jahren erreicht hat.


Dank der Zuwanderung aus dem Ausland hat die Tschechische Republik im vergangenen Jahr rund 94.700 Einwohner hinzugewonnen. Auf der anderen Seite sank die Einwohnerzahl durch natürliche Veränderung, d. h. die Differenz zwischen der Zahl der Sterbefälle und der Geburten, um 21.600. Der Gesamtzuwachs betrug etwa 73.000 Einwohner. Dies ergibt sich aus den aktuellen Zahlen des tschechischen Statistikamtes (ČSÚ).


Trotz des anhaltenden Zustroms von Flüchtlingen aus der Ukraine ging die Gesamtzahl der Zuwanderer im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück, wobei 141.300 Menschen aus dem Ausland in die Tschechische Republik einwanderten - 60 Prozent weniger als im Jahr 2022.


Auf der anderen Seite hat sich die Zahl der Auswanderer im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt, wobei etwa 46.600 Menschen das Land verließen, darunter viele mit vorübergehendem Flüchtlingsschutz aufgrund des Konflikts in der Ukraine.


Die Daten zeigen, dass in fast allen Bezirken mehr Todesfälle als Geburten verzeichnet werden, wobei Prag und einige umliegende Bezirke Ausnahmen bilden. Besonders herausfordernd ist die Situation in Regionen wie Karviná, Karlovy Vary und Cheb, wo auch die niedrigste Anzahl von Kindern pro Kopf der Bevölkerung geboren wurden.


Die Zahl der Geburten im Jahr 2023 sank im Vergleich zum Vorjahr um mehr als zehntausend Kinder auf etwa 91.200. Die Zahl der Sterbefälle ging ebenfalls zurück, um etwa 7.400 oder sechs Prozent auf 112.800 Todesfälle.


Auch die Zahl der Eheschließungen ging im vergangenen Jahr zurück, während die Scheidungsraten ähnlich blieben. Etwa 48.300 Ehen wurden geschlossen, während etwa 19.500 Ehen aufgelöst wurden. Die durchschnittliche Dauer einer Ehe bei Scheidung betrug 13,5 Jahre.

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