Umsätze tschechischer Restaurants im ersten Quartal um rund 50% gestiegen

Restaurants verzeichnen auch Anstieg bei Firmenveranstaltungen

Foto: Jay Wennington | Unsplash


Laut dem Unternehmen SaltPay haben Restaurants in Tschechien ihre Umsätze im ersten Quartal dieses Jahres um etwa die Hälfte steigern können. Im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres durften Gastronomiebetriebe Ihre Produkte jedoch nur über Ausschank Fenster oder mithilfe von Zustelldiensten verkaufen. Der Umsatz in diesem Jahr liegt acht Prozent über dem der ersten drei Monaten des Jahres 2019. Der Umsatzzuwachs kommt aber nicht von gesteigerten Besucherzahlen, diese sind um etwa 16 Prozent niedriger als noch vor der Pandemie, sondern von den höheren Preisen aufgrund der Inflation, die sich zurzeit wegen des Ukraine-Krieges in Tschechien auswirkt, so das Onlineportal eurozpravy.cz. Laut SaltPay-Sprecherin Jana Kohoutová sind die Wintermonate traditionell die schwächsten für Gastronomen. Am wenigsten Umsatz und Besucherzahlen verzeichneten Gastronomen im Januar, mit einer leichten Besserung Mitte Februar. SaltPay liefert auch Zahlungsmittel für Einzelhandel und Dienstleister. Während nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine Ende Februar 47 Prozent weniger Kunden in Geschäfte kamen oder Dienstleistungen in Anspruch nahmen und der Umsatz Woche für Woche um 45 Prozent einbrach, verzeichnete die Lebensmittelbranche nach Angaben des Unternehmens keine Schwankungen. „Der Umsatz entwickelt sich gut, obwohl die Kosten steigen, was uns nicht freut“, sagt Luboš Kastner, einem lokalen Gastronomen und Vertreter des tschechischen Verbandes kleiner und mittelständischer Unternehmen und Handwerke (AMSP). Er fügte hinzu, dass die Leute kommen und auch die Preiserhöhung verstehen. Allerdings, so Kastner, könnten Restaurants, die nur teurer geworden sind und seinen Kunden nicht mehr bieten, einen Rückgang verzeichnen. Heimische Restaurants verzeichnen auch einen Anstieg bei Firmenveranstaltungen, das Interesse liegt laut Kastner auf dem Niveau von 2019, und teilweise sogar darüber. Nach Angaben des tschechischen Statistikamts (CSO) erreichte die Inflation im Januar 9,9 Prozent und stieg im Februar auf 11,1 Prozent. Im März stieg die Inflation auf 12,7 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit Mai 1998.

Anzeige

Anzeige

bannery-fiber-300x600px_AIRWAY.jpg
RJELINEK_webbannery_muzeum_450x150_DE_02.jpg

Anzeige

Anzeige

werbung auf TN 2.jpg