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Umfrage: Hilfsbereitschaft für Ukraine-Flüchtlinge in Tschechien groß

Jeder Zehnte zeigte sich bereit, Ukrainer bei sich aufzunehmen

Foto: Kevin Bückert | Unsplash


Prag (dpa) - In Tschechien gibt es weiterhin eine große Hilfsbereitschaft für Menschen aus der Ukraine. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage der Meinungsforschungsagentur Focus hervor. Unter den Befragten sprachen sich 84 Prozent grundsätzlich dafür aus, sich um Kriegsflüchtlinge aus dem Land zu kümmern. Mehr als die Hälfte will selbst materielle oder finanzielle Hilfe leisten. Immerhin jeder Zehnte zeigte sich bereit, Ukrainer bei sich aufzunehmen.


Zugleich gab es bei 60 Prozent der Befragten auch Befürchtungen, dass die Hilfe zulasten der eigenen Bürger gehen könnte, weil zum Beispiel Kindergartenplätze fehlen. Seit Ende Februar haben fast 325 000 Ukrainer in Tschechien eine Aufenthaltserlaubnis erhalten, die meisten davon Frauen und Kinder.


Geringer fiel die Unterstützung für Waffenlieferungen an Kiew aus. 59 Prozent der Befragten drückten die Befürchtung aus, Tschechien könne in den russischen Krieg gegen die Ukraine hineingezogen werden. Tschechien hat der Ukraine nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Prag bereits Rüstungsgüter im Wert von umgerechnet mehr als 120 Millionen Euro geliefert.


Derweil startete in Tschechien eine neue Spendenkampagne unter Federführung der ukrainischen Botschaft. Unter dem sarkastischen Motto «Ein Geschenk für Putin» können die Teilnehmer etwa konkret den Kauf einer Granate oder eines Panzers mitfinanzieren. Zur Auswahl stehen neben Pistolen und Munition aus tschechischer Produktion auch Verbandskästen und Schutzhelme.

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