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Tschechien will Verkehr stärker vernetzen: Regierung beschließt C-ITS-Strategie bis 2031

Fahrzeuge, Infrastruktur und digitale Dienste sollen künftig besser miteinander kommunizieren

Tschechien will Verkehr stärker vernetzen: Regierung beschließt C-ITS-Strategie bis 2031
Foto: Ministerstvo dopravy ČR

Die tschechische Regierung hat eine neue Strategie für kooperative intelligente Verkehrssysteme beschlossen. Bis 2031 sollen Fahrzeuge, Straßeninfrastruktur und digitale Dienste stärker vernetzt werden, um den Verkehr sicherer, flüssiger und umweltfreundlicher zu machen.


Die tschechische Regierung hat die Strategie zur Entwicklung von Diensten auf Basis kooperativer intelligenter Verkehrssysteme (C-ITS) für den Zeitraum 2026 bis 2031 verabschiedet. Das Dokument sieht den weiteren Ausbau von Systemen vor, die Fahrzeuge, Verkehrsinfrastruktur und weitere Verkehrsteilnehmer in Echtzeit miteinander verbinden.


Ziel ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, den Verkehrsfluss zu verbessern und die negativen Auswirkungen des Verkehrs auf die Umwelt zu verringern.


Die Strategie knüpft an bisherige Pilotprojekte in Tschechien an. Bis 2031 soll landesweit ein funktionsfähiges Umfeld für C-ITS-Dienste entstehen. Dabei setzt das Verkehrsministerium auf eine Kombination aus der Kurzstreckentechnologie ITS-G5 sowie mobilen Netzen wie 5G und LTE.


Für Autofahrer sollen die neuen Systeme konkrete Vorteile bringen. Informationen über Unfälle, Staus, Baustellen, gefährliche Situationen oder herannahende Einsatzfahrzeuge sollen künftig nicht nur in Fahrzeugen mit C-ITS-Einheit erscheinen, sondern auch über Infotainmentsysteme, Navigationsdienste und Apps bereitgestellt werden. Möglich machen soll dies unter anderem eine sogenannte Public API, also eine offene Datenschnittstelle für externe Dienste.


Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem besseren Durchkommen von Rettungsdiensten. Geplant ist ein nationales System zur Unterstützung der Durchfahrt von Fahrzeugen des integrierten Rettungssystems. Zudem sollen Datenquellen besser miteinander verknüpft, automatisierte Fahrzeuge unterstützt und neue Technologien wie künstliche Intelligenz zur Vorhersage von Verkehrsströmen genutzt werden.


Auch der Bahnverkehr ist Teil der Strategie. Vorgesehen sind Pilotprojekte für C-ITS-Anwendungen an Bahnübergängen. Neue Daten- und Sensorsysteme sollen dort künftig die Sicherheit erhöhen und zugleich wichtige Grundlagen für vernetzte und automatisierte Fahrzeuge schaffen.


In Tschechien sind bereits erste Teile der C-ITS-Infrastruktur in Betrieb. Die Straßen- und Autobahndirektion ŘSD hat entsprechende Systeme auf ausgewählten Abschnitten der Autobahnen D0, D1, D5 und D11 aufgebaut. Der Ausbau läuft zudem auf den Autobahnen D2, D8 und D10. Auch mehrere Städte arbeiten bereits an entsprechenden Lösungen.


Schon heute liefert das System dynamische Informationen über Verkehrsbeschränkungen, Unfälle, Staus oder außergewöhnliche Wetterereignisse. Die neue Strategie soll nun die Grundlage schaffen, diese Dienste schrittweise im ganzen Land auszubauen.

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