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Tschechien übertrifft EU-Vorgabe: Gasspeicher bereits zu 90% gefüllt

Gasimporte aus Russland wurden in der ersten Hälfte des Jahres 2023 komplett eingestellt

Foto: Ilse Driessen | Unsplash


Mit dem Ende der vergangenen Woche meldete die Tschechische Republik einen Vorrat von 3,115 Millionen Kubikmetern Erdgas in ihren Speichern. Dies entspricht einer Füllrate von 90%, womit das Land der EU-Verordnung weit voraus ist, die besagt, dass die Gasspeicher bis zum 1. November 2023 zu mindestens 90% gefüllt sein müssen.


Industrie- und Handelsminister JozefSíkela äußerte sich erfreut über die rekordverdächtigen Vorräte und betonte, dass die Tschechische Republik sich nun in einer ausgezeichneten Ausgangsposition befinde, um gut auf den kommenden Winter vorbereitet zu sein. Besonders bemerkenswert sei dabei, dass diese Fülle an Gas erreicht wurde, ohne auf Gaslieferungen aus Russland angewiesen zu sein.


„Wir haben dies vor allem der Sicherung alternativer Gaslieferungen zu verdanken, wie beispielsweise dem LNG-Terminal im niederländischen Eemshaven, und einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Gasverbrauch", erklärte Minister Síkela in einer Pressemitteilung.


Die Gasimporte aus Russland wurden in der ersten Hälfte des Jahres 2023 komplett eingestellt. Stattdessen stammen die heutigen Lieferungen hauptsächlich aus verflüssigtem Erdgas (LNG) aus Belgien, das 27,1% ausmacht, gefolgt von 21,9% aus den Niederlanden.


Bereits im vergangenen Jahr erfüllte Tschechien vorzeitig die EU-Verpflichtung, die Gasspeicher vor Beginn des Winters zu 80% zu füllen, indem sie am 4. August 2022 eine Füllrate von 80% erreichten.


Der Minister hob hervor, dass die frühzeitige Erreichung des europäischen Ziels nicht nur ein Grund zur Freude sei, sondern auch die Bedeutung von Energieeinsparungen verdeutliche. Durch diese Einsparungen könne ein Rekordbestand an Gasvorräten erreicht werden, was die Widerstandsfähigkeit des Landes gegenüber möglichen Krisensituationen stärke und somit die Energiesicherheit erhöhe.


Das Ministerium für Industrie und Handel bietet ein umfangreiches Beratungsnetzwerk für Energieeinsparungen an. Um Bürgern bei den derzeitigen hohen Energiepreisen und beim Energiesparen zu helfen, steht die Hotline 1212 zur Verfügung. Auf der Website www.energiezamene.cz veröffentlicht das Ministerium aktuelle Daten zu den Speicherständen und dem aktuellen Verbrauch. Energieberater, die den Energieberatungs- und Informationszentren (ECIC) angehören, bieten ihre Unterstützung kostenlos an und helfen dabei, Kosten einzusparen. Weitere Informationen sind auf www.mpo-efekt.cz verfügbar.

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