Tschechen verdienen höhere Löhne als Polen, Ungarn und Slowaken

Der Durchschnittslohn in Tschechien liegt bei 1.533 €


Der durchschnittliche Monatslohn in Tschechien ist der höchste unter den Ländern der Visegrád-Gruppe und verzeichnete laut der jährlichen Studie von Mazars ein jährliches Wachstum von 12 Prozent.


Das Beratungsunternehmen vergleicht die Steuersysteme von 22 Ländern Mittel- und Osteuropas, um die aktuelle Lohnhöhe und das jährliche Wachstum der Löhne auf dem Kontinent zu ermitteln.


Der Durchschnittslohn in Tschechien liegt bei 1.533 € und übertrifft Ungarn mit 1.369 €, Polen mit 1.301 € und die Slowakei mit 1.185 €.


Deutschland hat mit 4.130 € weiterhin den höchsten Durchschnittslohn in Mittel- und Osteuropa, dicht gefolgt von Österreich mit 3.818 €.


Dagegen liegt der niedrigste Durchschnittslohn bei 400 Euro im Kosovo, 450 Euro in Bosnien-Herzegowina und 485 Euro in der Ukraine.


Nach Angaben des tschechischen Statistikamts stieg der Durchschnittslohn in der Tschechischen Republik im ersten Quartal dieses Jahres im Jahresvergleich um 7,2 Prozent auf 37.929 Kronen (1.534 Euro), sank aber real um 3,6 Prozent nach Inflation.


Die Unterschiede in der Entwicklung des Durchschnittslohns waren in der Region deutlicher als zuvor. Deutschland, wo die Durchschnittslöhne laut letztjähriger Studie um 14 Prozent stiegen, wuchs nur um 4 Prozent. Im Gegenteil, das Lohnniveau in Österreich wuchs schneller, um 23 Prozent. Auch in Ungarn beschleunigte sich das Wachstum auf 19 Prozent. Die Slowakei wuchs um 6 Prozent und Polen ging um 2 Prozent zurück.


Die Studie stellt auch fest, dass Steuern und obligatorische Arbeitgeberbeiträge im Zusammenhang mit der Beschäftigung in diesem Jahr in 22 europäischen Ländern weiter gesunken sind. Das Verhältnis der Arbeitgeberkosten zum Bruttolohn für Steuern und Pflichtabgaben beträgt etwa 15 Prozent. Allerdings gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Ländern.


Während in Rumänien und im Kosovo die Abgaben unter 5 Prozent des Bruttolohns liegen, sind es in Polen 20,48 Prozent, in Tschechien 24,8 Prozent für Jahreseinkommen bis 76.330 Euro und in der Slowakei 35,2 Prozent.


Die Studie zeigt auch, dass Ungarn und Kroatien mit 27 bzw. 25 Prozent die höchsten Mehrwertsteuersätze haben. Der Durchschnitt in der Region liegt zwischen 19 und 21 Prozent. In Tschechien liegt bei 21 Prozent, in Deutschland bei 19 Prozent.


Bei der Körperschaftsteuer hat Deutschland die höchste Besteuerung – der Höchstbetrag liegt bei 31 Prozent. Im Gegensatz dazu zahlen einige Unternehmen im Kosovo und Litauen mit 3 Prozent bzw. 5 Prozent die niedrigsten Steuern.


Ungarn, Montenegro und Polen haben einen Steuersatz von 9 Prozent. Der aktuelle Körperschaftsteuersatz in den einbezogenen Ländern liegt weiterhin zwischen 15 und 20 Prozent. In Tschechien sind es 19 Prozent.


In Österreich liegt die Einkommensteuer bei bis zu 55 Prozent, fängt aber gleichzeitig wie im Kosovo oder Albanien bei null an. Die Slowakei hat drei Steuerstufen von 15, 19 und 25 Prozent. Polen hat Steuerspannen von 17 und 32 Prozent, während die Tschechische Republik Steuerspannen von 15 und 23 Prozent hat.


Die Veröffentlichung, zu der neben den V4-Ländern auch Deutschland, Österreich, Russland, die Ukraine sowie die südeuropäischen und baltischen Staaten gehören, untersucht hauptsächlich Arbeitskosten, indirekte Steuern und verschiedene Aspekte der Unternehmensbesteuerung und der Verrechnungspreise.

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