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Strom- und Gaspreise in der Tschechischen Republik deutlich höher als in Visegrad-Gruppe (V4)

Die Niederlande haben die höchsten Strom- und Gaspreise der gesamten EU

Strom- und Gaspreise in der Tschechischen Republik deutlich höher als in Visegrad-Gruppe (V4)
Foto: Ilse Driessen | Unsplash

Die Strom- und Gaspreise für Haushalte in der Tschechischen Republik haben in der ersten Jahreshälfte dieses Jahres erheblich zugelegt und sind im Vergleich zu den anderen Mitgliedsländern der Visegrad-Gruppe (V4) - Polen, Ungarn und der Slowakei - spürbar höher. Diese Zahlen wurden kürzlich auf der Webseite von Eurostat veröffentlicht.


Laut den Daten von Eurostat stieg der durchschnittliche Strompreis für tschechische Haushalte im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr um 26 Prozent auf 0,3212 Euro (ungefähr 7,9 tschechische Kronen) pro Kilowattstunde (kWh). Im Gegensatz dazu zahlten Haushalte in der Slowakei lediglich 0,1892 Euro pro kWh, in Polen 0,1769 Euro und in Ungarn sogar nur 0,1161 Euro pro kWh.


Der Durchschnittspreis für Strom in der gesamten Europäischen Union lag in der ersten Jahreshälfte bei 0,289 Euro pro kWh, wobei die Niederlande mit 0,475 Euro pro kWh die höchsten Preise aufwiesen. Im Gegensatz dazu zahlten Haushalte in Bulgarien mit lediglich 0,1137 Euro pro kWh am wenigsten.


Der Durchschnittspreis für Gas stieg für tschechische Haushalte in der ersten Jahreshälfte im Vergleich zum Vorjahr um 57 Prozent auf 0,1138 Euro (ungefähr 2,8 tschechische Kronen) pro kWh. Im Vergleich dazu lag der Gaspreis in Polen bei 0,0683 Euro pro kWh und in der Slowakei bei 0,0571 Euro pro kWh.


Die Niederlande hat mit 0,2481 Euro pro kWh den höchsten Gaspreis in der gesamten EU hatten. Der Durchschnittspreis für Gas in der EU im ersten Halbjahr lag laut Eurostat bei 0,1187 Euro pro kWh.


Im April veröffentlichte Eurostat Daten zu Gas- und Strompreisen, laut diesen die Gaspreise für Haushalte in Tschechien in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres im Vergleich zum Vorjahr stärker als in allen anderen EU-Ländern anstiegen. Diese Zahlen führten zu Debatten, bei denen der tschechische Ministerpräsident Petr Fiala die Genauigkeit der Daten infrage stellte. Experten wiesen darauf hin, dass die Zahlen auf den durchschnittlichen Preisangeboten der Energieversorger basierten und daher nicht unbedingt den tatsächlichen Zahlungen der Kunden entsprachen.


Das Nachrichtenportal novinky.cz berichtet, dass das tschechische Statistikamt weiterhin durchschnittliche Energieangebotspreise veröffentlichen werde, aber in Zukunft auf realisierte Preise als Primärdaten zurückgreifen werde, die man dann auch Eurostat für internationale Vergleiche zur Verfügung stellen werde.

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