Sachsens Staatsminister Schmidt zu Gesprächen in Prag

Die Entwicklung der Regionen muss grenzübergreifend gedacht werden

Foto: Sachsens Staatsminister für Regionalentwicklung, Thomas Schmidt | Foto-Atelier-Klemm


Sachsens Staatsminister für Regionalentwicklung, Thomas Schmidt, reist heute (11. April 2022) zu Gesprächen in die Tschechische Republik. In Prag und Usti nad Labem wird er Gespräche mit drei tschechischen Ministern führen.

Am Vormittag ist zunächst ein Treffen mit Dr. Ivan Bartoš, dem tschechischen Regionalentwicklungsminister vorgesehen. »Tschechien und Sachsen verbindet nicht nur eine 454 Kilometer lange Grenze, sondern vor allem eine langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit«, so Schmidt.

»Wir haben als Regionen in der Mitte Europas viele gemeinsame Interessen und arbeiten zum Beispiel bei den grenzübergreifenden Projekten des INTERREG-Programms sehr eng zusammen. Am 1. März konnten wir das Kooperationsprogramm Sachsen-Tschechien für die neue Förderperiode bei der Europäischen Kommission zur Genehmigung einreichen, welches die Weichen bis in das Jahr 2027 stellt. Mit einer gemeinsamen Veranstaltung noch in diesem Jahr wollen wir den Startschuss zur Umsetzung des Programms geben.

Beim Gespräch mit dem tschechischen Kulturminister, Mgr. Martin Baxa, steht das länderübergreifende UNESCO-Welterbe »Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří« im Mittelpunkt. Eine internationale Steuerungsgruppe schreibt derzeit den Managementplan fort und stimmt den Umgang mit Entwicklungsvorhaben im Welterbegebiet nach vergleichbaren Standards ab. Bei dem Gespräch in Prag sollen auch Möglichkeiten einer engeren Zusammenarbeit der tschechischen und sächsischen Denkmalpflegebehörden erörtert werden – zum Beispiel bei der Auseinandersetzung mit Bauten aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg.

Die Beratungen in Prag werden mit einem Besuch der »European Agency for the Space Programme« (EUSPA) abgerundet. Die Agentur mit Sitz in der tschechischen Hauptstadt, die sich als Bindeglied zwischen Weltraumtechnologie und potenziellen Nutzern versteht, ist für das operative Management der Satellitennavigationsprogramme EGNOS und Galileo sowie für die Gewährleistung der kontinuierlichen Bereitstellung ihrer Dienste zuständig. Zu den Nutzern zählen auch der Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen (GeoSN) sowie viele sächsische Unternehmen. Den Abschluss des Besuchs wird ein Gespräch in Usti nad Labem bilden. Dort trifft sich Staatsminister Schmidt mit Arbeits- und Sozialminister Marian Jurečka, der gleichzeitig Vorsitzender der KDU-ČSL ist – der christdemokratischen Partei in Tschechien.

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