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In Temelín könnte der erste kleine modulare Reaktor Tschechiens entstehen

Der tschechische Energieversorger ČEZ plant, bis Mitte der 2030er Jahre den ersten Reaktor in Betrieb zu haben

In Temelín könnte der erste kleine modulare Reaktor Tschechiens entstehen
Foto: Kernkraftwerk Temelín | CEZ

Kleine, modulare Reaktoren sind Teil der Zukunft der tschechischen Energiegewinnung. Der tschechische Energieversorger ČEZ möchte bis Ende dieses Jahres eine klare Vorstellung davon haben, welches Unternehmen die erste derartige Anlage in der Tschechischen Republik bauen wird. ČEZ plant, bis Mitte der 30er Jahre einen kleineren Reaktor in Temelín in Betrieb zu haben.


Der erste kleine modulare Reaktor in der Tschechischen Republik soll dem Nachrichtensender ČT24 auf dem Gelände des Kernkraftwerks Temelín gebaut werden. In Bezug auf die Leistung muss er gar nicht so klein sein, denn einige der in Betracht gezogenen Reaktoren entsprechen in etwa den bestehenden Blöcken in Dukovany. Die Entwicklung kleinerer Quellen wird auch im Kernforschungsinstitut in Řež vorangetrieben.


"Wir entwickeln derzeit drei Modelle kleiner Reaktoren verschiedener Generationen mit unterschiedlichen Anwendungen", erklärt Jiří Duspiva, Spezialist für kleine Reaktoren. Die Konstruktion, die in der Versuchshalle gebaut wird, soll beispielsweise auch dazu dienen, einzelne Komponenten für kleine modulare Reaktoren zu testen. Experten sehen in kleineren Reaktoren eine Reihe von Vorteilen, aber ihnen steht entgegen, dass es noch kein entsprechendes Projekt gibt.


In der Tschechischen Republik könnten kleinere Kernkraftwerke nach und nach Kohlekraftwerke ersetzen. ČEZ plant, bis Ende 2045 kleine Reaktoren mit einer Leistung von bis zu 3.000 Megawatt zu bauen. Die Regierung sieht deren Bau im staatlichen Energiekonzept vor. "Wir arbeiten an der Entwicklung von kleinen, modularen Reaktoren. Wir suchen nach Möglichkeiten, all dies in Zukunft zu finanzieren", sagte Premierminister Petr Fiala (ODS).


Wie viel sie kosten werden, ist noch nicht bekannt. ČEZ hat mit insgesamt sieben Unternehmen Kooperationsvereinbarungen abgeschlossen. "Jetzt haben wir uns auf die drei wichtigsten beschränkt, die unserer Meinung nach in ihrer Entwicklung am weitesten fortgeschritten sind, und wir verhandeln mit ihnen", sagte der Vorstandsvorsitzende von ČEZ, Daniel Beneš.


Die Projekte der Unternehmen unterscheiden sich sowohl hinsichtlich der Leistung als auch der Technologie. Eines ist klar: Der Bau eines Reaktors bis Mitte der 30er Jahre ist ein ehrgeiziger Plan.


Neben dem ersten Reaktor in Temelín könnten kleine modulare Blöcke in Dětmarovice und Tušimice gebaut werden, wo sich derzeit Kohlekraftwerke befinden, so ČEZ. Das Unternehmen prüft jedoch auch weitere Standorte.

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