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Prag, 1952: Der Slánský-Prozess

Aktualisiert: 3. Dez. 2022

Der Slánský-Prozess von 1952 gilt als Musterbeispiel der stalinistischen Terrorherrschaft und ihres Antisemitismus

Video: Doku HD | YouTube ARTEde


Der Slánský-Prozess, ein Schauprozess gegen 14 Mitglieder der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei, ging in die Annalen ein. Auf dem Höhepunkt der stalinistischen Terrorherrschaft warf man den Angeklagten vor, in eine imaginäre Verschwörung verwickelt zu sein. Der Dokumentarfilm erzählt die Geschichte dreier Männer, die Opfer des Schauprozesses wurden.


2018 fanden Arbeiter in einem verlassenen Prager Lagerhaus die Videoaufzeichnungen des Slánský-Prozesses, die seit dem Fall der Berliner Mauer als verschollen galten. Der Slánský-Prozess von 1952 gilt als Musterbeispiel der stalinistischen Terrorherrschaft und ihres Antisemitismus, denn die meisten der 14 Angeklagten des makabren Schauprozesses waren jüdischer Herkunft. Man warf den Männern vor, an einer imaginären Verschwörung beteiligt zu sein, und zwang sie unter Folter und Drohungen zu einem öffentlichen Schuldbekenntnis. Elf von ihnen wurden zu Tode verurteilt und gehängt.


Ruth Zylbermann erzählt in „Prag, 1952: Der Slánský-Prozess“ anhand von aufwendig restaurierten Originalaufnahmen, Archivbildern der Geheimpolizei und Gesprächen mit Verwandten die Geschichte der Angeklagten Rudolf Slánský, Artur London und Rudolf Margolius – dreier Mitglieder der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei, die Opfer eines Systems wurden, das sie selbst mit aufgebaut hatten. Die Bilder des Schauprozesses offenbaren einmal mehr die Grausamkeit das stalinistische Regimes. Der Dokumentarfilm erinnert auch daran, wie leicht die Grenze zwischen Lüge und Wahrheit verschwimmen kann – eine Mahnung, die heute wieder dringender ist, denn je.


Dokumentarfilm von Ruth Zylberman (F/RUS 2021, 70 Min)

Video bis zum 04/02/2023 verfügbar

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