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Bevölkerungszahl in Tschechien im ersten Quartal 2026 leicht gesunken

Weniger Geburten, negatives Wanderungssaldo und rückläufige Zahl an Eheschließungen im ersten Quartal 2026

Bevölkerungszahl in Tschechien im ersten Quartal 2026 leicht gesunken
Foto: Chris Linnett | Unsplash

Die Bevölkerung der Tschechischen Republik ist im ersten Quartal 2026 um knapp 20.000 Personen zurückgegangen. Verantwortlich dafür waren sowohl ein Geburtendefizit als auch ein negatives Wanderungssaldo, während die Zahl der Geburten und Eheschließungen weiter sank.


Die Bevölkerung der Tschechischen Republik ist im ersten Quartal 2026 leicht zurückgegangen. Nach Angaben des Tschechischen Statistikamtes (ČSÚ) lebten Ende März rund 10,896 Millionen Menschen im Land. Das waren 19.800 weniger als zu Jahresbeginn.


Der Bevölkerungsrückgang ist sowohl auf die natürliche Bevölkerungsentwicklung als auch auf die Auslandsmigration zurückzuführen. Während die Zahl der Sterbefälle die Zahl der Geburten um 12.600 überstieg, fiel auch die Wanderungsbilanz mit einem Minus von 7.300 Personen negativ aus.


„Die Auslandsmigration schloss das erste Quartal mit einem negativen Saldo von 7.300 Personen ab. Wie bereits in den ersten Quartalen der Jahre 2024 und 2025 ist dies vor allem auf die hohe Zahl von Personen zurückzuführen, deren vorübergehender Schutzstatus Ende März auslief“, erklärte Michaela Němečková von der Abteilung für demografische Statistik des ČSÚ.


Insgesamt wurden zwischen Januar und März 36.500 Auswanderungen registriert, das waren 1.700 mehr als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig zogen 29.200 Menschen aus dem Ausland in die Tschechische Republik, ein Anstieg um 5.900 Personen. Besonders deutlich nahm die Zahl der zugewanderten Männer im Alter von 19 bis 22 Jahren zu.


Sowohl bei den Zu- als auch bei den Abwanderungen stellten ukrainische Staatsangehörige die größte Gruppe. Ihre Wanderungsbilanz war jedoch mit minus 9.800 Personen negativ. Die höchsten positiven Wanderungssalden verzeichneten Bürger der Philippinen und der Slowakei mit jeweils rund 900 Personen.


Auch die Geburtenzahl setzte ihren Rückgang fort. Im ersten Quartal wurden 17.500 Kinder geboren – 1.200 beziehungsweise sechs Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Damit setzt sich der Rückgang der Geburtenzahlen bereits im fünften Jahr in Folge fort.


Die Zahl der Sterbefälle lag im ersten Quartal bei 30.100 und damit um rund 900 beziehungsweise drei Prozent niedriger als im Vorjahr.


Rückläufig entwickelte sich auch die Zahl der Eheschließungen. In den ersten drei Monaten des Jahres wurden 3.100 Ehen geschlossen, drei Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Damit sinkt die Zahl der Eheschließungen bereits das vierte Jahr in Folge. Rund zwei Drittel der Brautpaare heirateten zum ersten Mal, während etwa ein Drittel bereits zuvor verheiratet gewesen war.

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